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Achtung / attention: link to new blog

Wir haben einen neuen Blog, in dem unsere Reise in Südamerika fortgesetzt wird…

https://tuaontour.wordpress.com/

We have a new blog continuing our journey through South America…

https://tuaontour.wordpress.com/

 

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Uruguay and Argentina

Zwei Tage verbringen wir im Regen in Nueva Helvetica und kommen nur mit Mühe am Morgen von der nassen Wiese wieder herunter…hier hätten wir unseren kleinen Mitsubishi Allrad gut gebrauchen können, denn mit dem Sprinter gelingt es uns nur auf dem letzten Drücker aus dem Matsch wieder herauszufahren.

We spend two days in the rain in Nueva Helvetica and it is just luck that we can drive away from the wet meadow the next morning … here we could have used our little Mitsubishi 4wheel drive, because the Sprinter barely makes it out of the mud with all its powers.

Je näher wir an Colonia kommen, desto schöner wird das Wetter. Am Fährhafen buchen wir die Fähre für den nächsten Tag und schlendern bei angenehmen und sonnigen Temperaturen durch die Altstadt des kleinen sehr schönen Örtchens. Colonia del Sacramento ist die älteste Stadt in Uruguay und mit ihren kolonialen Häusern gibt sie sich sehr schön entspannt und einladend. Wir verbringen die Nacht auf einer Wiese in der Nähe der alten Stadtmauer mit Blick auf´s Wasser. Neben uns ein französisches Rentnerpaar (Monique und Alain), die erst vor ein paar Tagen ihre Reise begonnen haben.

The closer we get to Colonia, the better gets the weather. At the ferry port we book onto the ferry for the next day and stroll through the old town of that small, very nice village at pleasant and sunny temperatures. Colonia del Sacramento is the oldest city in Uruguay and with its colonial houses it has a very relaxed and inviting atmosphere. We spend the night on a meadow near the old city wall overlooking the water. Next to us a French pensioner couple (Monique and Alain), who had started their journey only a few days ago.

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Buquebus-ferry from Colonia del Sacramento to BA

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overnight spot in Colonia del Sacramento at sunrise

Ein freudiges Wiedersehen und nochmaliges Verabschieden steht uns überraschenderweise am nächsten Morgen bevor, als wir am Fährhafen per Zufall auf Barbara und Hannes treffen. Sie haben ihr Fahrzeug in Montevideo abgegeben und fliegen nun nach Hause. Sie nehmen jedoch die Passagier- und nicht wie wir die grosse Autofähre, so dass das Zusammentreffen nur sehr kurz weilt.

We have a surprise reunion and another goodbye the next morning when we meet Barbara and Hannes again at the ferry port . They left their vehicle in Montevideo and are now flying home. However, they take the passengers ferry and not like us the big car ferry so that the meeting is only for a short time.

Ganz entspannt wird beladen und Thomas fährt mit ca. 10 anderen Fahrzeugen in den Frachtraum der Buquebus Fähre. Zuvor gehen wir noch schnell durch die Immigration und merken gleich, in Argentinien sind wir wieder in Südamerika.. denn in Uruguay stempelt uns die nette Dame am 12. September aus und zwei Minuten später stempelt uns der argentinische Zoll für den 13. September in Argentinien ein, obwohl die Fähre lediglich eine knappe Stunde bis nach Buenos Aires braucht. Wir wundern uns nur kurz, denn als wir von der Fähre herunterfahren und müssen wir den netten Damen der Aduana (Zoll) erklären, dass wir unbedingt noch den Zettel für die temporäre Einfuhr des Sprinter brauchen. 10 Minuten diskutieren und dann nochmal 15 Minuten Computerarbeit später sind wir endlich soweit und können uns auf den Weg nach Azul machen.

It is a very relaxed loading and Thomas drives onto the Buquebus ferry with about 10 other vehicles. Before we go through the immigration, we soon realize that we are back in Argentina. In Uruguay, the nice lady gives us an exit stamp for the 12th of September and two minutes later the Argentinian immigration lady stamps us in Argentina on September 13th, although the ferry to Buenos Aires only takes about an hour. But our surprise is shorthanded because when we leave the ferry, we actually have to tell those ladies of the Aduana (customs) that we absolutely need the paper for the temporary import of the Sprinter. 10 minutes discussion and then again 15 minutes computer work later we are finally good to go and are on our way to Azul.

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almost empty ferry

Dort wollen wir Jorge aus der La Posta del Viajeros en Moto besuchen. Wir haben im Jahr 2008 knapp zwei Wochen bei ihm und seiner Frau im Garten gezeltet, nachdem Thomas wieder einmal von Bienen gestochen und einen anaphylaktischen Schock erlitten hatte. Jorge hat mit der La Posta einen Ort der Zusammenkunft für Motorradreisende geschaffen und wir freuen uns, ihn nach so langer Zeit wiederzusehen.

There we will visit Jorge from La Posta del Viajeros en Moto. We camped for two weeks at his and his wife´s garden in 2008, after Thomas had once again been stabbed by bees and suffered an anaphylactic shock. Jorge has created a meeting place for motorcyclists with La Posta and we are looking forward to seeing him again after such a long time.

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great to meet Jorge again after 9 years

Dank Jorge finden wir auch am nächsten Tag gleich einen guten Mechaniker, der sich unseres neuen Geräusches im Motorraum annimmt… bei erhöhter Drehzahl gab es immer ein merkwürdiges Geräusch und wir hatten bereits wieder vergessen, dass wir sowas bereits vor ein paar Monaten mal in Iquique hatten. Doch die beiden Mechaniker waren klasse und haben innerhalb weniger Zeit entdeckt, dass das Lager der Spannrolle der Polyriemen defekt ist und innerhalb von einer Stunde war ein neues eingebaut. Ohne Geräusch konnten wir am nächsten Tag weiterfahren nach Viedma, schmugglen unsere frischen Lebensmittel bei der “Apfelpolizei” vorbei und von dort in die Nähe von Puerto Madryn, wo wir noch am Abend die ersten Wale im Wasser vorbeiziehen sehen konnten.

Thanks to Jorge, we find a good mechanic the next day which takes care of our new noise within the engine… at increased speed, there was always a strange noise and we had already forgotten that we already had heard something similiar a few months ago in Iquique. But the two mechanics were great and discovered within a short time that the bearing of the tensioning roller of the fan belt is failing and within one hour we had a new one built in. Without any noise we could continue the next day to Viedma, smuggle our fresh food passing the “apple police” and from there we drove close to Puerto Madryn, where we were able to watch the first whales swimming in the water in the evening.

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problem solved… good mechanics in Azul

Was für ein tolles Erlebnis. Wir stehen auf einer Steilklippe ca. 30km vor Puerto Madryn, haben einen sicheren und ruhigen Platz zum Übernachten (und das ohne Eintritt oder Campinggebühren zu zahlen) und während die Sonne im Hintergrund untergeht, schauen wir den Walbabys beim Plantschen im Wasser zu, während die Mamas geräuschvoll ihre Lungen mit frischer Luft füllen.

What a great experience! We are on a steep cliff about 30km away from Puerto Madryn, have a safe and quiet place to stay (without paying entrance or camping fees) and while the sun is setting in the background, we watch the whalebabys splashing in the water while the Mamas noisily fill their lungs with fresh air.

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free campspot on a cliff

Bei Sonnenaufgang sind wir auch schon wieder draussen und geniessen bei doch recht kühlen Temperaturen, wie langsam die Sonne aufgeht und wieder ein paar Wale an der Küste entlang schwimmen. Den ganzen Tag verbringen wir mit Staunen und Staunen.. kaum 100m vor der Küste, von links nach rechts… in der Ferne werden die ersten Sprungversuche gemacht und man erkennt immer wieder die Wasserfontänen der grossen Meeressäuger, wie sie geräuschvoll aus dem Wasser gepustet werden. Trotz des relativ starken Windes auf der Klippe verbringen wir fast den ganzen Tag draussen in der Sonne. Was für ein Privileg!

At sunrise we are already up again and enjoy although at quite cool temperatures, how slowly the sun is rising and a few whales are swimming along the coastline. We spend the whole day with amazement and amazement .. barely 100m off the coast, from left to right … in the distance the first jumping attempts are made and you can always recognize the water fountains of the big sea-breezes as they pushed noisily out of the water. Despite the relatively strong wind on the cliff we spend almost all day outside in the sun. What a privilege!

Auf der Fahrt nach Puerto Madryn fahren wir entlang der Schotterküstenstrasse vorbei an mehreren Buchten, wo sich noch mehr Wale tummeln. Hier werden wir ein wenig mehr Zeit verbringen, nachdem wir in Puerto Madryn uns mit allem Nötigen wieder versorgt haben!

On our way to Puerto Madryn we drive along the gravel road passing by several bays, where more whales are swimming in the water. Here we will spend a little more time after we have stocked up our surplies in Puerto Madryn!

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no whales but snakes and lots of rain in Uruguay

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capybara – Wasserschwein in Brasilien

Wir verlassen den Camping in Balneário Hermenegido nach vier Tagen , wo wir am ersten Abend einen tollen Sonnenuntergang sowie eine tolle Zeit mit Sonja und Jürgen (zwei deutschen Reisenden mit einem VW T5 Bus) erleben durften. Da wir noch zuviel Gemüse und Fleisch im Kühlschrank hatten, wollten wir das schlechte Wetter der nächsten drei Tage dort aussitzen, bevor wir uns an die Grenze nach Uruguay begeben. Hierfür hatten wir uns extra den kleinen Grenzübergang an der Küste, Chui (brasilianische Seite) und Chuy (uruguaische Seite) ausgesucht… und die Wahl war goldrichtig.

We leave the camping in Balneário Hermenegido after four days, where we spent the first night chatting with Sonja and Jürgen (a german couple with a VW T5 bus) while watching a great sunset. As we still had a lot of vegetables and meat in the fridge, we wanted to spent the next three days with bad weather at a campground before crossing the border to Uruguay. We actually have chosen the smaller border crossing at the coast in Chui (brasilian side) and Chuy (uruguay side) … and the choice was perfect.

Zum einen hatten wir bisher in ganz Südamerika noch nicht so einen einfachen und entspannten Grenzübergang, sowohl bei der Ausreise aus Brasilien als auch bei der Einreise in Uruguay. In Brasilien liessen wir unseren Pass abstempeln und legten das Ausfuhrdokument der netten Dame am Schalter hin. Diese hat lediglich den Eingangsstempel kontrolliert und da es innerhalb der drei Monats-Einfuhrgenehmigung war, konnten wir sogleich wieder gehen.

Not only had we never had such an easy and relaxed border crossing in whole Southamerica, as well as leaving Brazil and also entering Uruguay. In Brazil we got stamped out at the immigration and gave the temporary import paper that nice lady at the counter. She only checked the entrance stamp and as it was within the three months permission, we could just leave.

Zum anderen hat Chui eine Zona Franca, wo man eingeführte Waren im Duty free kaufen kann. Chui als Grenzstadt wird getrennt mit einer Hauptverkehrsstrasse, die mitten durch die zollfreie Zone der beiden Städte geht. Bevor wir jedoch neue Vorräte einkaufen, fahren wir erst einmal wieder aus der Stadt heraus zum uruguaischen Zoll. Dort erhalten wir einen neuen Stempel im Pass und eine temporäre Einfuhrgenehmigung, wobei uns der nette Beamte fragt, wie lange wir denn das Auto im Land behalten möchten. Möglich ist dies nämlich als einziges südamerikanisches Land für 12 Monate, ohne dass der Eigentümer anwesend sein muss. Deswegen lassen viele Südamerika-Reisende ihre Autos über einen längeren Zeitraum in Uruguay stehen und fliegen nach Hause, um dann ein paar Wochen/Monate später ihre Reise fortzusetzen.

But also, Chui is a zona franca where one can buy goods within a duty free zone. Chui as border town is seperated with a main street which goes directly through the duty free zone of both towns. Before we stock up again, we drive out of town to the Aduana of Uruguay. There we get our entrance stamp in the passports and a temporary import declaration for the Sprinter whereas the nice guy asked us how long we want to have that permission for. In Uruguay it is possible to temporarily import your vehicle for 12 months without the owner necessarily being in the country. Uruguay is the only country in Southamerica which allows such a long period of time. Usually the temporary import is dependant to the visa for the owner. That is why lots of travelers leave their vehicle at a place in Uruguay for a longer period while they fly home and return weeks/months later to continue their travel.

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first night in Uruguay

In Chui füllen wir unsere Vorräte auf und verbringen unsere erste Nacht in Ruhe auf einem freien Wiesenstück in der Nähe des Fort San Miguel. Wir bewegen uns langsam die Küste entlang, immer auf der vergeblichen Suche nach den Walen. Das Wetter ist ziemlich abwechslungsreich, sehr windig und das Meer ist dadurch sehr unruhig… von Walen daher nichts zu sehen. Auch im Nationalpark Santa Teresa sieht man vom Walbeobachtungsaussichtspunkt nur riesengrosse Wellen, aber keine Wale.

In Chui we refill our fridge and spent the first quiet night at a grassy part close to the Fort San Miguel. We slowly drive down the coast, always looking out desperately for whales. The weather is unstable, quite windy and the ocean is really rough… there are no sightings of any whales. Even in the Nationalpark Santa Teresa at the whalewatching-lookouts there are no whales but huge waves.

In Punta del Diablo, einem früheren Hippiedorf, merken wir wieder einmal ganz stark, dass wir ausserhalb der Saison unterwegs sind. Nicht nur ist das Wetter auch hier trübe und ungemütlich aufgrund des starken Windes, sondern die Hostels, Cafes und Artesan-Lädchen sind alle geschlossen. Der kleine Supermarkt, der doch noch geöffnet hat, hat wenig anzubieten, die eingefrorenen Patties sind seit Monaten abgelaufen, die zwei Bananen, die wir fürs Frühstück kaufen, halten aber auch wirklich nur noch bis zum nächsten Morgen… dafür ist der sandige Parkplatz am Ende einer Sackgasse ideal für eine Nacht für uns. Gegen Abend fährt lediglich ein anderes Auto vorbei, um die nächste Ecke und wir denken uns nichts weiter als eine viertel Stunde später ein netter junger Mann an unsere Türe klopft. Ob wir ihm denn nicht helfen könnten? – er habe sich festgefahren…

In Punta del Diablo, a former Hippie village, we notice again that we are traveling really out of season. Not only is the weather misty, wet and uncomfortable due to strong winds, but also all hostels, cafes or small artesian shops are closed. The small supermarket which is actually open, has only small things to offer and even the frozen patties should have been consumed months ago, the two bananas we buy for our breakfast are only eatable till the next morning… but the sandy parking lot at the end of a dead end road is just perfect for one night for us. Around early evening only one car is passing by and turns around the next corner and we don´t figure when that nice young guy is knocking at our door a quarter of an hour later asking if we could help him ? – he got stuck …

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helping out locals

Unser Sprinter hat keinen Allrad und wir sind immer sehr vorsichtig, wenn wir auch nur eine kleine Sandverwehung sehen und überprüfen vorher zu Fuss, wie fest der Sand ist, aber dieser nette junge Uruguayer hat den Sand unterschätzt und hat sich bis zur Achse mit seinen Vorderreifen festgefahren. Nun konnten wir zum ersten Mal unser kurzes Abschleppseil testen, dass wir schon seit Monaten mit uns herumfahren. Normalerweise sind es ja meist die unwissenden Touristen, denen die Einheimischen helfen müssen, wie schön, dass wir die Hilfsbereitschaft nun einmal zurückgeben und den kleinen Wagen in zwei Minuten herausziehen konnten.

Our Sprinter doesn´t have a 4×4 drive and we are always cautious when we see a small sandy patch and walk and check the condition of the sand before we drive, but this nice young Uruguayan had underestimated the sand and got stuck till the axle of the front of his car. Well, we could finally use our towing rope which we are carrying for a couple of months already. Normally the locals have to help the stupid tourists, so it was really nice be of help to this guys and to be able to tow the little car out of the sand within two minutes.

Die Fahrt nach Süden führt uns entlang der Küstenstrasse nach Valizas, das bekannt ist für seine bunten Häuser in den Dünen. Man kann sich nur darüber wundern, dass man sein Haus so in der Natur baut, dass man wohl zu jedem Saisonbeginn erst einmal kiloweise den Sand wegschaufeln muss, der durch diese Wanderdünen immer mehr vor die Haustüre fällt und sich die Natur ihren Platz wiederholt.

Our way south goes along the coastal road to Valizas, which is known for its colourful houses in the dunes. Well, we can only wonder that one builds their house right within nature that each year at the beginning of the season you have to digg out huge masses of sand due to the wandering dunes at one´s front door, nature taking back its right.

Als ich jedoch nichtsahnend in den Dünen meine Notdurft verrichten will, störe ich gerade zwei Schlangen bei der Paarung bzw. sie lassen sich nicht stören, ich jedoch war wohl mehr verstört. Mit Schlangen hätte ich nun so gar nicht in Uruguay gerechnet…während ich immer noch über die Schlangen wundern am Strand spaziere, werde ich von einem Hund angefallen, der will wohl bloss spielen, aber als er an mir hochspringt und sich auf meiner Brust abstützt und nach meiner Hand schnappt, wird es mir schon mulmig zumute. Schnell verstecke ich die soeben aufgehobene Muschel und meine Hände in meinen Hosentaschen und befehle ihm “Sitz”, lässt er auch von mir ab. Ob er wohl deutsch versteht oder doch nur mein Ton ausschlaggebend war? Wer weiss!

When I unknowingly in the meantime wanted to have a pie in the dunes, I disturb two snakes in their mating or better they weren´t disturbed at all, but I was! I really didn´t expect any snakes in Uruguay… while I was still wondering about the snakes and barely recovery from the shock, I get attacked by a dog who probably just wanted to play with me, but when we jumped at my breast side and tries to catch my hand, I don´t take it well. Quickly I put the just picked up shell and my hands into my pockets and order him to sit, he let go off me. Does he understand german or maybe it was just my tone? Who knows!

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snake encounter

Am späten Nachmittag gesellen sich dann Carla und Boris mit ihrem schweizer Landcruiser mit Aufstelldach zu uns und der Abend vergeht bei interessantem Geplaudere. Wir versuchen noch einmal unser Glück mit den Walen in La Paloma, von wo aus man die riesigen Meerestiere zwischen August und Oktober immer sehen sollte, doch auch hier spielt das Wetter nicht so richtig mit und die Sicht aufs Meer ist etwas getrübt. Bei Regen fahren wir weiter zur Paraiso Suizo, wo ein Schweizer Päarchen einen Camping/Abstellplatz und Restaurant betreibt und wo seit vielen Jahren die Reisenden ihre Fahrzeuge unterstellen. Von hier ist es nicht mehr weit nach Montevideo.

Late in the afternoon we get to know Carla and Boris who are just started their trip with their swiss Landcruizer with pop-up roof and the evening goes by quicky with interesting chatting. We try again our luck to watch some whales in La Paloma, where you are supposed to be able to see the whales between August and Octobre, but here too the weather is trist and disturbs the view at the ocean. In rain we drive further to Paraiso Suizo, where a swiss couple is running a camping/ car storage and restaurant and where since a couple of years travelers are storing their cars. From here it is not far to Montevideo.

Wir nutzen zwei Tage Sonnenschein, um endlich wieder einmal Wäsche zu waschen und einige Arbeiten am Sprinter zu erledigen. So bekommen wir eine alte Holzplatte von Boris, die sich ideal für unsere Projekte im Inneren eignet. So werden kurzerhand zwei neue Zwischenböden für die Schränke gesägt, der neu erworbene Heizlüfter eingebaut und eine neue Regalwand für die Gewürze hinter Thomas`Sitz gebaut. Zwischendurch wird immer wieder mal mit den netten Nachbarn, Barbara und Hannes aus Kalchenreuth sowie Carla und Boris geplaudert und so vergehen die Tage. Als das Wetter wieder einmal umschlägt fahren wir weiter in Richtung Colonia del Sacramento, wo wir die Fähre nach Buenos Aires nehmen werden…die Wettervorhersage für Uruguay sagt die nächsten Tage immer mehr Regen und graue Tage voraus und wir wollen uns die Wale in Valdés nicht entgehen lassen, so machen wir uns zügig auf den Weg nach Argentinien.

We take advantage of two days sunshine to finally use a good washing machine and do some work at the Sprinter. We get an old wooden panel from Boris which is ideal for our intereour projects. We quickly sew two new parts for the cupboards, the newly acquired electric heater gets installed and a new wall for our herbs is build in behind Thomas´ seat. In the meantime we chat once in a while with our nice neighbours, Barbara and Hannes from Kalchenreuth (Germany) and Carla and Boris (Swiss) and the time goes on. When the weather turns again bad we are on our way to Colonia del Sacramento where we are going to take the ferry to Buenos Aires… the weather forecast for Uruguay continues to be wet and cold the next days and we really don´t want to miss the whales in Valdés, so that we are rather fast are going to Argentina again.

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Bem Vindo ao Brasil

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owl sighting at Laguna Jaguaruna

Wie bitte, was? Leider verstehe ich nur zwei Wörter von dem Redeschwall des netten Brasilianers … bzw. ich erahne mehr, was er mir sagen will! Mit ein paar Wörtern Englisch klappt dann die Verständigung an der Grenze doch noch recht gut und wir kommen kurz vor Sonnenuntergang in Corumba, der Grenzstadt, in Brasilien an. Im Hostal stellen wir unser Auto ab und lernen gleich, dass auch der Brasilianer seine Musik gerne laut und mit sehr viel Bass hört. Nach vier Tagen im gemütlichen Örtchen geht es für uns weiter in Richtung Iguazu Wasserfälle, entlang des südlichen Pantanals, wo wir unter anderem Tukane und Kaimane in freier Natur bewundern können. In Bonito gibt es mehrere Wasserfälle und Flussabzweigungen, wo man mit einer Tour im kristalklaren Wasser schnorcheln gehen kann, doch für uns ist es zu kalt, so dass wir lediglich auf einen ruhigen Abend auf dem Campingplatz am Fluss verbringen.

Excuse me, what? Unfortunately, I don´t understand more than two words from the talking of that friendly brasilian… that means I more try to catch the meaning of what he wants to tell me! With a few english words, in the end we get along quite well at the border and drive to Corumba the border town of Brazil while the sun is setting. At the hostel we park our car and get to know that also the brasilian men like to listen to their music loud and with a lot of vibration/bass. After four days in the quiet and relaxed town we drive further on towards the waterfalls of Iguacu, passing the southern Pantanal where we watch for example Tucans and Caimans in real nature. There are several waterfalls and river turns where one can book a snorkeling tour within the crystal clear water but for us it is definitely too cold so that we just spend a nice evening at the campground near the river.

 

Vorbei an endlos langen Anbauflächen für Mais – unter anderem auch Genmais – geht es für uns entlang der Grenze zu Paraguay nach Süden. Ein Feld reiht sich ans nächste, so dass es fast unmöglich ist, dort ein Plätzchen zum Übernachten in der Natur zu finden. Wir verbringen also unsere erste Nacht an einer brasilianischen Tankstelle. Als wir am nächsten Morgen weiterfahren, fühlen wir uns in das Grenzgebiet zur Schweiz versetzt. Es ist Samstagmorgen und wir fahren vorbei an einer kilometerlange Autoschlange, die sich in Richtung Paraguay zieht. Auch hier herrscht also der Einkaufstourismus zwischen den Ländern, d.h. die Brasilianer fahren zum Shoppen nach Paraguay. Nun erklären sich auch die meterhohen Reklametafeln entlang der Strasse für uns.

Passing long streches of fields of corn – especially also the Gen-Corn – we drive south along the border to Paraguay. One field is next to the other so that is almost impossible to find a place to camp in the nature. We spend our first night at a brasilian gas station. Driving further south the next morning we kind of feel like being back in the border region of Germany and Switzerland. It is Saturday morning and we are passing kilometer long lines of cars waiting to cross the border to Paraguay. Even here there is a shopping tourism between two countries, which means the brasilians are crossing into Paraguay for their shopping. Now we understand the big advertisment signs for China shopping along the streets.

 

Apropo Strasse: normalerweise bevorzugen wir die Fahrt entlang der kleineren Strassen in einem Land, denn dort sieht man das wahre Leben der Einheimischen am ehesten und meist herrscht dort auch weniger LKW-Verkehr, doch in Brasilien sind auch die kleineren Strassen vollgestopft mit Lastwagen und Autos. Klar, die ganzen Waren müssen ja von A nach B transportiert werden, aber leider ist der Strassenbau nicht so ausgeklügelt und gut gebaut, dass der Teer die ganze Last lange standhalten könnte. Die kleineren Strassen sind also dermassen zerlöchert, dass das Autofahren richtig anstrengend wird. Nicht nur muss man sich in Acht nehmen vor den Möchtegern-Schumachern (mit 90km/h fährt man eindeutig zu langsam und muss selbst in Kurven noch überholt werden), sondern auch vor den riesigen Schlaglöchern in den Strassen. So sind wir Abend doch recht schnell einfach nur erledigt und müde.

Talking about streets: normally we prefer to drive the smaller roads in a country as that is where you see the real peoples life of the natives and mostly there is less truck traffic, but in Brazil also the smallest streets are packed with trucks, lorries and cars. Obviously, all the goods have to be transported from A to B, but unfortunately, the streets structure is not build to last that wheight. The smaller roads are therefore really bumpy and covered in potholes which makes driving a car quite exhausting. Not only do we have to drive carefully because of the like-to-be-Schumacher (even driving 90km/h is not fast enough and one is being overtaken even in curves), but those potholes are really dangerous. Therefore, in the evenings we are soon exhausted and tired.

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Nach einer ruhigen Nacht am Rio Parana in Santa Helena ist es nur noch eine kurze Fahrt nach Foz do Iguacu. Die berühmten Wasserfälle von Iguazu, die wir auf unserer ersten Südamerikareise nicht gesehen haben, steht nun auf dem Programm. Wir entscheiden uns entgegen allen Empfehlungen für den brasilianischen Teil der Wasserfälle und fahren am Morgen mit dem kostenlosen Bus vom Campingplatz zur Hauptstrasse, wo wir uns mit zig anderen Menschen in den öffentlichen Bus zu den Wasserfällen quetschen. Es ist kurz vor zehn Uhr morgens und gelinde gesagt, bereits die Hölle los. Also schnell am Automaten zwei Tickets für den Eintritt und den Shuttlebus organisiert und auf ins Getümmel. Mit dem Shuttlebus fahren wir bis zum Wanderweg, von wo man den besten Ausblick auf die Wasserfälle haben soll. Der Blick ist toll, auch wenn sich mit uns 100 andere Touristen auf der Plattform drängeln, um die bekannten Selfies zu machen.

After a quiet night at the Rio Parana in Santa Helena it is only a short drive to Foz do Iguacu. The famous waterfalls is our goal now, which we have missed to see at our first trip in Southamerica. We decide against all recommendations to just visit the waterfalls from the brazilian side and the next morning we take the free shuttle bus from the campground to the main street where we catch the public bus to the waterfalls. It is close to 10 a.m. and – frankly spoken – there are hundreds of people. We quickly buy our entry and shuttle bus ticket at the vending machine and get right into the attraction. We drive with the shuttle bus to the hiking trail where you have a great view at the waterfalls. The view is really nice even so we are squeezed in with around a hundred of other tourists making the same famous selfies.

 

Wir haben leider nicht bedacht, dass es sowohl in Argentinien als auch in Brasilien noch Schulferien sind, so dass der Park überfüllt ist. Lediglich ein paar Mal können wir auf dem Pfad entlang der Wasserfälle aufatmen und für 3 Minuten sind wir tatsächlich mal nicht umgeben von Menschen. Da wunder ich mich schon, wie sich die Nasenbäre, die sich ebenfalls durch die Menge schlängelt, nicht erdrückt fühlen. Mir ist das Gewusel bereits zuviel… Die Regenbogen an den einzelnen Wasserfällen sind dennoch sehr beeindruckend… und wenn ich auf die gegenüberliegende Seite/ die argentinische Seite der Wasserfälle schaue und sich dort genausoviele Touristen auf den Holzstegen tummeln, bin ich doch froh, dass wir nicht die € 100 für den Ausflug auf die argentinische Seite gewählt haben. Nach 3h sind wir wieder im Bus zurück zum Camp und entspannen den Rest des Tages erst einmal in der Hängematte mit einem Caipirinha.

Unfortunately, we haven´t considered the fact that it is still holiday time in Argentina and Brazil and the park is really crowded. Only a few times along the trail we can breath through and for almost 3 minutes we are actually not surrounded by people. I really do wonder how the little coaties which are trying to get through the crowd do not feel too anxious. For me it is already too much… The rainbows over several of those waterfalls are really amazing and when I look across towards the argentinian side of the waterfalls and see how many tourist are walking along the wooden trails there, I am happy we didn´t pay € 100 for the tour to the argentinian side. After 3 hours we are back at the bus towards the campground and the rest of the day we relax in the hammock and with a Caipirinha.

Die nächsten Tage fahren wir mitten durch´s Anbaugebiet für Mais, Tabak und Zuckerrohr in Richtung Atlantik, wo wir in Balneário Camboriú einen tollen Platz mit sauberen und vor allem heissen Duschen sowie neuer Campingküche finden. In Brasilien gibt es wie in Bolivien die elektrischen Duschen, d.h. über einen elektrischen Durchlauferhitzer sollte man eigentlich eine warme Dusche haben. Meist sind diese jedoch nicht heiss, sondern wenn man Glück hat, lauwarm und da wir momentan im Winter (nur 15 Grad, anstatt 35 Grad wie im Sommer) hier sind, muss ich mich manchmal schon überwinden. Immer nach dem Motto: was einen nicht umhaut, macht einen stärker…haha! Solche Begebenheiten machen einem erst wieder deutlich, in welchem Luxus man zuhause in Europa doch gewohnt hat. Wasserhahn auf und heisses Wasser kommt heraus, und jetzt freuen wir uns jedes Mal riesig über eine wirklich heisse Dusche.

The next days we are driving past fields of corn, tabacco and sugarcane towards the atlantic ocean where we find a great campground with clean and more important really hot showers and new campkitchen in Balneário Camboriú. In Brazil as well as in Bolivia they have electric showers which means they have an electric flow water heater for a hot shower. Most of the times those showers don´t work properly and you´ll have a luke warm shower if you´re lucky. Traveling here in winter (only 15 degrees instead of 35 degrees like in summertime) I have to be brave sometimes to have a shower. Always according to the motto: what doesn´t kill you, makes you stronger…haha! Such surroundings make you aware of the luxury we are used to having lived in Europe. Opening the waterhose and hot water comes out, and now we are really happy about a nice hot shower.

Wir geniessen die Zeit am Meer, machen gemütliche Strandspaziergänge (zum Schwimmen lädt das kalte und wellenreiche Wasser derzeit nicht ein), kaufen leckeren frischen Fisch direkt vom lokalen Fischer und grillen diese am Lagefeuer, während wir tolle Sonnenuntergänge geniessen. So lässt es sich leben und wenn man dann noch einen sicheren freien Platz zum Übernachten gefunden hat, vergeht die Zeit nur so im Flug!

We enjoy the time at the ocean, we walk along the beach (to swim in the ocean the water is too cold for us and the surf is quite strong at the moment), we buy fresh fish directly from the local fisherman and make them over a nice campfire while we are watching great sunsets. That´s life and when you found a quiet and free safe place to camp for the night, the time goes by really fast.

 

So langsam fahren wir südlich in Richtung Uruguay, wo wir hoffen, bereits dort die ersten Wale erblicken zu können, denn die grossen Meerestiere sollen bereits an der Küste Uruguays zu sehen sein.

Slowly we are driving down the coast towards Uruguay where we hope to be lucky to already spot some whales there because the big mamals are supposed to be seen already along the coast of Uruguay.

 

 

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Bolivia – Reisen unter erschwerten Bedingungen

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camping Colibri

Es wird immer kälter in La Paz und nach drei Tagen auf dem Colibri Camping im Valle del la Luna brechen wir auf in Richtung Cochabamba. Auf über 3000m hat unser Sprinter am frühen Morgen kaum die Kraft, die kurze steile Auffahrt hinaufzufahren und braucht drei Anläufe und etwas gutes Zureden, bevor wir endlich wieder auf der Strasse sind. Es geht bergauf, eine schöne Kurvenstrasse, die gleichzeitig die Verbindungsstrasse auf die Routa 1 ist. Auf der Routa 1 geht es entlang nach Südosten, doch erstmal brauchen wir wieder einmal viel Geduld, denn wir stehen im Stau aus der Stadt. Obwohl es Montagmorgen ist, geht es nur im “Stop and Go” weiter, auf mehrere Kilometer reihen sich die Strassenstände rechts und links der Strasse – es ist anscheinend Markttag, Menschenmassen, Kleinbusse, die immer auf der zweiten Spur anhalten, Gäste aussteigen und einsteigen lassen…. wir schleichen also langsam auf der äussersten linken Spur nach Süden. Als wir die Ausläufer von La Paz verlassen haben, wird es endlich ruhiger auf der Strasse, bis wir zur ersten Mautstelle kommen…”Was – für diese löchrige Piste sollen wir auch noch Geld bezahlen?!”, ist das Erste, was mir dazu einfällt.

It gets colder and colder in La Paz and after three days at the Colibri campsite in the Valle del la Luna we head towards Cochabamba. At over 3000m, our sprinter barely has the strength to climb up the short steep driveway in the early morning and needs three starts and a little coaching before we are finally back on the road. We drive uphill, a nice curve road, which is also the connecting road to the Routa 1. Along route 1 we drive southeast, but first of all we need a lot of patience, because we are again right in the traffic jam from the city. Although it is Monday morning, we can only continue with “stop and go”, for several kilometers the streets markets are on the right and left of the street – it is apparently market day, masses of people are walking around, minibuses, always parking in the second lane who let their passengers get on and of the busses, we slowly sneak out of town on the left lane. When we passed the foothills of La Paz, it was finally quiet again on the road until we came to the first toll station … “What – for those pothole streets we have to pay?”- it´s the first thing that comes to my mind.

So geht es von einer Mautstelle zur nächsten und kurz vor Cochabamba wird dann nochmals bei einer Mautstelle kontrolliert, dass wir die vorherigen Mautstellen auch tatsächlich bezahlt haben. Gott sei dank, hatte ich alle kleinen Zettelchen aufgehoben und nicht wie in Europa einfach zerknüllt und weggeschmissen. Bei fast jeder Mautstelle ist auch kurz danach eine Polizeikontrolle und wie soll es anders sein, wir werden natürlich jedes Mal angehalten und kontrolliert. Meistens müssen wir auch noch erklären, wo das Nummernschild auf den Papieren zu erkennen ist und wir fragen uns mehr als einmal, ob sie überhaupt lesen können. In einem kleinen Park ca. 20km vor Cochabamba finden wir ein nettes Plätzchen zum Übernachten für 12 Bolivianos (ca. 1,50 €) die Nacht. Es ist schön grün, die Vögel zwitschern und nach knapp 350 gefahrenen Kilometern am Vortag bleiben wir gleich zwei Nächte und probieren ein typisches Bolivianisches Mittagesssen im kleinen Strassenrestaurant nebenan.

So we drive from one toll station to the next one and just before Cochabamba we are checked again at a toll station if we have actually paid the previous toll booths. Thank God, I had picked up all the little pieces of paper and not just crumpled and thrown away like I do in Europe. At almost every toll station, a police checkpoint is just around the corner, and how it should be, we are, of course, stopped and checked every time. Usually we also have to explain where the number plate is written on the papers and we ask ourselves more than once whether they can read at all. In a small park about 20 km before Cochabamba we find a nice place to stay for 12 Bolivianos (about 1.50 €) a night. It is nice green, the birds are chirping and after just 350 kilometers on the day before we end up staying two nights and even eat a typical Bolivian lunch in the small street restaurant next door.

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typical bolivian lunch – picque

In Cochabamba füllen wir unsere Vorräte im Supermarkt auf und fahren weiter zu einem Stausee auf knapp 3000m, wo wir eine ruhige Nacht bei Minustemperaturen verbringen. Da am nächsten Morgen bereits Eis im Innenbereich der Frontscheibe war, hiess es nun schnell weiterfahren gen Santa Cruz – in die Wärme. Aber so schnell geht es natürlich nicht, wir brauchten erst einmal eine gute viertel Stunde, bis der Motor warm genug war, um auch den kleinen Berg auf die Hauptstrasse wieder hoch zu kommen.

In Cochabamba, we fill up our supplies in the supermarket and continue to a water reservoir at almost 3000m elevation, where we spend a quiet night but at minus temperatures. Since ice was already in the interior of the front window the next morning, we drove quickly towards Santa Cruz – into the heat. But for sure, it didn´t go as fast as we would have like, of course, we needed a good quarter of an hour until the engine was warm enough to get back up the little mountain to the main road again.

Auf der kurvigen Hauptstrasse geht es bergab auf 300m, wobei ich die sich langsam verändernde Umgebung gar nicht richtig wahrnehmen konnte, sondern mich mit schweissnassen Händen am Griff festgeklammert hielt. Nicht nur wurden wir von meist bolivianischen 4×4 Fahrzeugen in den Kurven überholt, man kann keine 100m weit sehen, aber es wird dennoch überholt… sondern man musste alle paar 100m ein mit Schrittgeschwindigkeit fahrenden LKW überholen und haben dabei meist auch sehr wenig gesehen…. vorausschauendes Fahren ist hier nicht bekannt. Bei manchen dachte ich wirklich, die sind lebensmüde…Thomas, der das Kurvenfahren aus dem Schwarzwald gewöhnt ist, hatte da weniger Herzklopfen als ich, aber die Fahrerei ist so anstrengend, dass wir nach knapp 300km Fahrt froh waren, als wir unser Fahrzeug im Hostel in Buena Vista abstellen konnten.

On the curvy main road, we descended to 300m, but, however, I could not really appreciate the slowly changing environment, while I held onto the car handle with sweaty hands. Not only were we overtaken by mostly Bolivian 4×4 vehicles in the bends, where you can not see 100m ahead, but they nevertheless overtake … but you also had to overtake every few meters a slow truck and you don´t see anything ahead … forsighted driving is not known here. I really thought some of them were suicidal…Thomas, who is accustomed to driving curves in the Black Forest, had less heart pounding than me, but the driving is so exhausting that we were glad to park our vehicle In the hostel in Buena Vista after 300km.

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harvesting coca leafes

War es nun die Anstrengung der vergangenen Fahrtage, die Temperaturunterschiede von Minusgraden auf tropische 30Grad und mehr oder einfach nur die Auswirkungen der unterdrückten Symptome der Höhenkrankheit, doch in der Nacht wurde es Thomas richtig schlecht. Mit Durchfall und Erbrechen lag er nun die nächsten 5 Tage im Bus und schlief… die ersten Tabletten gegen Durchfall und Erbrechen von der Apotheke wirkten nicht, doch die anschliessenden Antibiotika zeigten nach 1,5 Tagen zumindest soviel Wirkung, dass wir die nächsten 100km nach Santa Cruz in ein Hotel fahren konnten. Dort konnte er sich im klimatisierten Zimmer langsam erholen und auch wieder Kleinigkeiten zu Essen zu sich nehmen. Mit mehr als 5 kg weniger ging es ihm nach weiteren 3 Tagen wieder so gut, dass wir in Richtung Brasilien weiterfahren konnten.

Has it been the result of the difficulties driving the past days, the temperature differences of minus degrees to tropical 30 degrees and more, or simply a result of the suppressed symptoms of altitude sickness, but at night Thomas became really sick. With diarrhea and vomiting, he lay down the next 5 days in the bus and slept … the first tablets against diarrhea and vomiting from the pharmacy did not work at all, but the subsequent antibiotics showed at least as much effect after 1.5 days, so that we could continue to drive the next 100km to Santa Cruz in a hotel. There he could relax slowly in the air-conditioned room and also started eating little things again. With more than 5 kg less, he became better after another 3 days and we were able to continue in direction of Brazil.

Obwohl das Essen an den Strassenständen günstig ist, hat uns Bolivien insgesamt nicht so gut gefallen, überall wird man kontrolliert. In keinem anderen Land fühlten wir uns so unwillkommen. Die normale Bevölkerung ist wirklich nett und freundlich, lächelt im Vergleich zu den Peruanern sogar richtig viel, allerdings ist es ein totaler Polizeistaat. Selbst im Hotel waren wir vor der täglichen Polizeikontrolle nicht befreit. Am dritten Tag im Hotel wurde abends um 18.00 Uhr an unsere Zimmertür geklopft und zwei Polizisten kontrollierten unsere Reisepasse, Einreisezettel sowie die Papiere fürs Fahrzeug.

Although the food of the little restaurants along the roads is cheap, Bolivia overall did not treat us so well, everywhere you are being checked. In no other country did we feel so unwelcome. The normal population is really nice and friendly, they are smiling even more compared to the Peruvians, but it is state totally in police force. Even in the hotel we were not freed from the daily police check. On the third day in the hotel they knocked at 6.00 p.m. at our room door and two policemen checked our passport, entry papers as well as the papers for the vehicle.

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daily police control

Nicht einmal im “Schurkenstaat- Iran” fühlten wir uns so unter Bewachung. Als wir am nächsten Morgen weiterfahren, wurden wir bereits an der nächsten Mautstelle erneut von der Polizei kontrolliert. Als es mir dann zu Bunt wurde und fragte, warum sie ausgerechnet uns kontrolliern, kam nur die Antwort, sie kontrollieren wegen der inneren Sicherheit alle Auto und insbesondere die Ausländer…was denken sie denn?! Gerade wir Ausländer, wie sollen wir denn über die Grenze kommen und mitten im Land reisen, ohne die notwendigen Papiere in Ordnung zu haben… für uns kommt nur vor wie reine Schikane vor! Scheinbar kontrollieren sie aber nur die Auto und nicht die Motorräder, denn unser Freund Martin, der mit der BMW alleine herumreist, wurde bisher wohl noch nicht kontrolliert.

Not even in the “dangerous state of Iran” did we feel so guarded. When we continue the next morning, we were again checked again by the police at the next toll station. It was just too much for me, so I asked why they especially checked us and the only answer was, they check every car, but especially the foreigners because of the internal security… what do they think? We foreigners, how can we get across the border and travel in the middle of the country without having the necessary papers in order? Apparently, they control only the car and not the motorcycles, because our friend Martin, who travels with the BMW by himself has not had any problems yet and has never been checked so far.

Von Santa Cruz geht es vorbei an kleinen Ansiedlungen und dichtem tropischen Wald nach Osten. In San Jose de Chiquitos mieten wir uns zur Entspannung im Garten eines 4Sterne Hotels und können am Pool und in der Hängematte endlich bei angenehmen Temperaturen und Atmosphäre ein wenig entspannen. Der Wind nimmt immer mehr zu und am nächsten Morgen hat es um 25 Grad abgekühlt und die Tagestemperatur beträgt nur noch 14 Grad. Zeit für uns, weiterzufahren…. mit wenig Verkehr eine tolle Strecke bis zur Grenze, wo kurz vorher nochmal eine Mautstelle kommt. Egal, auf nach Brasilien!!! Eigentlich ist die Ausreise aus einem Land meist einfacher als die Einreise… nicht so in Bolivien! Zumindest für uns. Die Immigration ist schnell erledigt, schnell noch ein Foto gemacht (natürlich mein Foto auf Thomas` Reisepass, und Thomas´Foto auf meinen Reisepass!!!) und mit dem Taschenrechner schnell ausgerechnet, ob wir mit Einreise am 29. Juni und Ausreise am 17. Juli auch nicht die 30 Tage Visum überschritten haben, Taschenrechner sagt nein – gut, dann schönen Tag!

From Santa Cruz we passed by small settlements and dense tropical forest towards the east. In San Jose de Chiquitos we park ourselves in the garden of a 4-star hotel and can finally relax by the pool and in a hammock at pleasant temperatures and atmosphere. The wind is continually increasing and the next morning it has cooled down by 25 degrees and the daytime temperature is only at 14 degrees. Time for us to move on …. with little traffic we drive a great part to the border, where we are being stopped at the last toll station. No matter, off we go to Brazil!!! Usually, the departure from a country is easier than the entry … but not so in Bolivia! At least for us. Immigration is done quickly, just one picture of you (of course my photo was scanned onto Thomas passport, and Thomas photo onto my passport!) And while using the calculator the officer had to check whether we have not exceeded our 30 days visa with entry on 29 June and departure on 17 July, the calculator said no – good, then have a nice day!

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camping in San Jose de Chiquitos

Die Aduana (für das Fahrzeug) hat in der Zwischenzeit zwei Stunden Mittag gemacht und öffnet pünktlich um 14.30 Uhr, nein noch 1 Minute warten – im Fernsehen läuft grad noch der Abspann vom Film. Wir sind die ersten in der Reihe, doch ich darf nicht mit in das Gebäude, denn nur der Eigentümer darf rein. Dass Thomas kein Spanisch spricht interessiert dabei nicht… unsere Papiere werden von nächsten Wichtigtuer von links nach rechts geschoben für die nächsten 15 Minuten, dann muss unser Auto von der einen Strassenseite auf die andere geparkt werden, wo dann wiederum die Fahrgestellnummer kontrolliert wird. Die Fahrgestellnummer???? wo war die denn nochmal??? nicht mal bei der Einreise wurde diese kontrolliert und jetzt, wo man nur den Zettel abstempeln müsste, wird kontrolliert? Nachdem wir die Nummer gefunden haben, mockiert sich die Dame auch noch daran, dass es nur auf einem Aufkleber ist, den man ja abziehen könnte… hallo??? was können wir dafür, wenn Mercedes dies so macht…

The Aduana (for the temporary import of the vehicle) meanwhile has a two hours lunch break and opens right on time at 2.30 pm, not 1 minute before that – because on the TV they are still playing the last part of the movie. We are the first in the row, but I am not allowed to enter the building, because officially I am not the owner of the vehicle. That Thomas does not speak Spanish does not matter … our papers are pushed from one pile to the next one, from left to right for the next 15 minutes, then our car must be parked at the other side of the street where they are checking the chassis number. The chassis number ???? Where was that again? Not even at the entry was this number checked and now, when they only have to stamp the papers, they are checking the number? After we have found the number, the lady is still mocking the fact that it is only on a sticker, which one could pull off … hello? Is it our fault that Mercedes does it like that?

gott sei dank waren wir dann auch nicht das Einzigste Auto, dass mit dem Finden der Fahrgestellnummer Probleme hatte.. nach knapp 40 Minuten bei der Aduana können wir dann auch endlich über die Grenze. Auf der Brasilianischen Seite werden wir freundlich von den Beamten empfangen und während ich mich im kalten Wind in der Schlange für die Immigration anstelle, ist Thomas bei der Aduana (Receita Federal) und füllt mit Hilfe einer netten Beamtin am Computer die notwendigen Formulare aus. Nach gut einer Stunde und nettem Lächeln sowie wenigen Wörtern Englisch, haben wir ein Visum und Autopapiere für 90 Tage! Willkommen in Brasilien!

Thank god we were not the only car that had problems with finding the chassis number .. after just 40 minutes at the Aduana we are finally allowed to cross the border. On the Brazilian side, we are friendly greeted by the officials, and while I am waiting in line for the immigration in the cold wind, Thomas is at the Aduana (Receita Federal) and fills in the necessary forms on the computer with the help of a nice official lady. After about an hour and a lot of smiles as well as a few words of English, we have a visa and car papers for 90 days! Welcome to Brazil!

Im Supermarkt des nächsten Örtchens Corumba versorgen wir uns mit frischem Fleisch und Gemüse und fahren zum Hostel, wo wir unser Auto für umgerechnet 10€ mit Frühstück und schnellem Internet parken können. Nun heisst es ein paar Wörter Portugiesisch lernen, denn mit Spanisch werden wir hier nicht weiterkommen. Wir sind gespannt, wie uns Brasilien gefallen wird… der erste Eindruck ist schon mal positiv!

In the supermarket of the next village Corumba we refill our supplies with fresh meat and vegetables and drive to the hostel, where we can park our car for a charge of 10 € with breakfast and fast internet. Now we need to learn a few words in Portuguese, because with Spanish we will not get any further here. We are curious about how Brazil will please us … the first impression is already a positive one!

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Peru: Arequipa/ Lake Titicaca and entering Bolivia

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public transport in Peru

Der Grenzübergang nach Peru verlief recht zügig und unkompliziert. Nachdem wir uns ein 4seitiges Dokument für die Ausreise von Chile nach Peru in der Cafeteria des Grenzpostens geholt haben, waren wir in knapp einer Stunde mit dem Fahrzeug in Peru eingereist. Bei der kurzen Lebensmittelkontrolle haben wir unsere angefangene Zwiebel und Ingwer abgegeben und schon waren wir in Peru. Da es an der Grenze keinen Geldautomaten gibt, konnten wir die Versicherung für Peru jedoch erst in Tacna abschliessen, nachdem wir uns einmal quer durch zur Bank und dann zum nächsten Soat-Büro (Versicherungsbüro) gekämpft hatten. Auch in Tacna konnten wir die Versicherung nur Bar bezahlen, also gilt hier noch: “nur Bares ist Wahres!”

The border crossing to Peru was done quickly and quite uncomplicated. After buying a 4-page document for the departure from Chile to Peru in the cafeteria of the border post, we were entering Peru in less than an hour. In the quick food control we gave away our onion and ginger and we were already in Peru. Since there is no ATM at the border, we could only buy the insurance for Peru in Tacna, after we had found the bank and went back to the next Soat office (insurance office). In Tacna we could only pay the insurance in cash, so here the saying is right: “only cash is valued!”

In der Plaza Vea, dem hiesigen Supermarkt füllen wir unsere Vorräte wieder auf, bevor wir uns für die Nacht zur Therma Calientes in Pacchia begeben. Nach einer ruhigen Nacht gönnen wir uns am nächsten Morgen ein Bad im 40Grad warmen Becken und fahren weiter gen Norden durch die Wüste de La Clemesi nach Arequipa. Die Stadt ist das reinste Verkehrschaos, wir fahren von einem Stau in den nächsten, bevor wir uns für zwei Tage in ein günstiges Hostel mit Parkplatz direkt vor dem Zimmer einmieten.

In Plaza Vea, the local supermarket, we refill our supplies before we drive to the Thermalbath of Calientes in Pacchia for the night. After a quiet night we treat ourselves to a bath in the 40-degree-warm pool and drive further north through the desert of La Clemesi to Arequipa. The city is full of chaotic traffic, we drive from one traffic jam into the next, before we rent a cheap room in a hostel while parking the Sprinter directly in front of the room.

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campspot near the thermas

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on our route to Arequipa

Nachdem Martin nun auch in Arequipa eingetroffen ist, verabreden wir uns auf dem Camping des Hotel La Mercedes, ein direkt an der Hauptstrasse gelegenes Hotel, dass für Overlander (Individualreisende mit Motorrad oder Auto) eine Campmöglichkeit anbietet. Es ist zwar laut und durch die Abgase der angrenzenden Strasse nicht gerade idyllisch gelegen, aber hier treffen wir auf Nynke und Nils (zwei Holländer, die mit ihrem Fahrzeug von Florida nach Südamerika gereist sind), Douglas und Lu (zwei Brasilianer, die auf dem Weg nach Alaska sind) sowie Aideen (Irländerin) und Peter (Deutscher), die mit einer Segelyacht um die Welt reisen und sich in Chile ein Fahrzeug für die Reise durch Peru und Chile gekauft haben. Die Tage vergehen wie im Flug bei dieser netten Gesellschaft.

After Martin has arrived in Arequipa too, we meet at the Hotel La Mercedes, a hotel located directly on the main road that offers a campground for overlanders (individual travelers with motorbikes or cars). Although it is loud and not very idyllic due to the exhaust gases of the adjacent road, we meet nice people like Nynke and Nils (two Dutch travelers who have traveled from Florida to South America with their vehicle), Douglas and Lu (two Brazilians, on their way to Alaska) as well as Aideen (from Ireland) and Peter (German), who travel around the world with a sailing yacht and bought their vehicle in Chile for a journey through Peru and Chile. Days are passing by quickly with this nice company.

Nach 5 Tagen fahren wir weiter in Richtung Puno, jedoch ist die Ruta 116, die wir nehmen, nach der Hälfte der Strecke unfahrbar, so dass wir umkehren müssen und uns in Richtung Yura in den Verkehrsstau begeben… so dauert es mehr als eine Stunde, ehe wir endlich auf der Strasse in Richtung Puno sind. Natürlich werden wir hier auch zweimal von Polizisten angehalten, die unsere Papiere kontrollieren.

After 5 days, we continue our way to Puno, but the Ruta 116 we take to the main road towards Puno is not drivable anymore after half the way, so we have to turn back and head towards Yura in another traffic jam … it takes more than one hour before we are finally on our way towards Puno. Of course, we are also stopped twice by policemen who control our papers.

Puno breitet sich am Ufer des Titicacasees am Hang aus, und wir sind froh, können wir die “Umgehungsstrasse” nehmen und müssen nicht mitten durch die steilen engen Gassen fahren. Auf über 3800m kommt der Sprinter schon ein bischen an seine Grenzen und hat kaum noch Kraft. Wir treffen Martin auf dem Camping des Hostal Casa Blanca, ca. 7km ausserhalb von Puno wieder. Es ist so kalt in der Nacht, dass unser Sprinter am nächsten Morgen einige Anläufe braucht, bevor er anspringt und dann so eine richtig schöne schwarze Rauchwolke rauslässt.

Puno spreads along the banks of Lake Titicaca and is mostly on a hill, and we are glad we can take a “bypass” and do not have to drive through the steep narrow streets. At over 3800m, the sprinter drives a little at its limits and has hardly any power. We meet again Martin at the campsite of Hostal Casa Blanca, about 7km outside of Puno. It is so cold at night that our sprinter needs some good will to start the next morning and fumes quite a lot of black smoke.

Die nächsten 100km bis zur Grenze geht es vorbei am Lake Titicaca, kleinen Dörfchen oder nur vereinzelten Wohnhäusern. Der Blick auf den See ist wunderschön, leider stört meist der herumliegende Müll. Hier scheint es überhaupt keine Müllentsorgung zu geben, denn kaum ein Strassenrand ist frei von Müll, überall liegen Plastikflaschen und sonstiger Müll herum… es ist echt schade, so eine schöne Landschaft und dann überall der Plastikmüll.

The next 100km to the border, we drive past Lake Titicaca, small villages or only some isolated houses. The view of the lake is beautiful, although there is unfortunately a lot of garbage at the side of the road. There seems to be no garbage disposal in Peru at all, because hardly a street is free from garbage, everywhere are plastic bottles and other garbage around … It is really a pity, such a beautiful landscape and then everywhere you see the plastic waste.

An der Grenze zu Bolivien wechseln wir unser restliches peruanisches Geld, während wir auf den Beamten warten, der unser temporäres Importdokument abstempelt. Nicht nur waren ca. 10 Mietmotorräder vor uns, sondern man musste auch erstmal den Flachbildfernseher in den richtigen Raum schaffen, um das Fussballspiel zwischen Deutschland und Mexico anzuschauen…

At the border with Bolivia, we are changing our remaining Peruvian money, while we wait for the officer to stamp out our temporary import document. Not only were about 10 rental motorcycles in front of us, but he had to put the flat screen TV into the right place to watch the football match between Germany and Mexico …

Nach gut 50 Minuten ging es weiter nach Bolivien, wo uns der unfreundliche Beamte bei der Immigration das auszufüllende Formular gab, um sich dann wieder seinem Smartphone zu widmen. Für die temporäre Einfuhr des Fahrzeuges braucht es ein ausgefülltes Formular, was man bei der Lady im Minimarkt nebendran am Computer ausfüllen muss, ihr dafür 10 Bolivianos (ca. 1,30 €) gibt, damit dann zur Aduana geht. Dort gibt dann der etwas nettere Beamte die Daten erneut in ein Computersystem ein, dasselbe Formular wird noch zweimal ausdruckt und unterschrieben, wovon er eins behält. Mit dem anderen Formular geht man dann zur Polizeistelle, zwei Häuser weiter, nicht bevor man vorher noch eine Kopie davon bei der netten Lady im Minimarkt hat machen lassen, um danach einen Stempel auf das eine Original von dem Polizisten zu erhalten, der sich aber nicht weiter bei seinem Telefongespräch mit seinem Handy stören lässt. Die geschlossene Schranke muss man dann aber schon selbst aufschieben, um dann endlich mit dem Fahrzeug bolivianischen Boden zu befahren.

After about 50 minutes we went through to Bolivia, where an unfriendly officer gave us the form to complete the immigration and then devoted himself to his smartphone again. For the temporary import of the vehicle it is necessary to fill out a completed form, which one has to fill in at the Minimarkt next door and give that nice lady 10 Bolivianos (about 1.30 €) for it, then you can go with that form to the Aduana. There, a somehow nicer officer types your data into a computer system and another form (quite the same you had already printed) is printed and signed twice, while he retains one you have to take the other one and get a stamp from the police officer, but not before you have to make a copy with the lady in the Minimarkt. Then finally you get a stamp on the original from the policeman, while he does not even bother to interrupt his phone conversation. The closed barrier, however, you have to push away yourself, then finally you can drive onto Bolivian ground.

Nach den ersten grossen Geschwindigkeitsbeschränker (Topez, Rompes oder auch Speedpumper genannt) geht es auf zur nächsten Stadt Copacabana. Das Eco-Camping, d.h. ein Stellplatz an der Einfahrt zum Resort ohne Strom und Internet kostet gleich 40 Bolivianos anstatt 30 wie vor einer Woche, so dass wir uns kurzerhand entscheiden, unsere erste Nacht in Bolivian wild kaum 100m weiter direkt am Titicacasee zu verbringen. Leider ist auch hier der erste Eindruck von Bolivien, Müll überall… der riesige Müllhaufen direkt neben unserem Camp stört uns jedoch nur wenig, wenn man bedenkt, dass es umsonst ist… nach einer ruhigen Nacht wollen wir weiter in Richtung La Paz, brauchen jedoch eine dreiviertel Stunde, um durch das kleine Städtchen Copacabana zu kommen, denn wir haben eine Abzweigung auf die Hauptstrasse verpasst und müssen uns durch die engsten, unbefestigten Gassen mit Schlaglöchern so gross wie unsere Reifen quälen. Vor jeden neuen Kreuzung tuen sich Gräben, die wohl als Abwassergräben geeignet sind, auf, so dass wir ganz schön durchgerüttelt werden. Einmal mehr sind wir froh, dass wir neue Stossdämpfer in Chile eingebaut haben.

After the first big speedbumpers (Topez, Rompes or Speedbumper called) we drive to the next little town of Copacabana. The eco-camping, that is a parking space at the entrance to the resort without electricity and internet will charge us 40 Bolivianos each instead of 30 like a week ago, so we decide to spend our first night in Bolivia barely 100m away from it for free, directly at the Lake Titicaca. Unfortunately, also here our first impression of Bolivia is that there is garbage everywhere … the huge rubbish heap right next to our camp does not bother us very much, considering that it is for free… after a quiet night we want to drive towards La Paz. But we actually need almost three-quarter of an hour to get through the small town of Copacabana, because when we missed the turnoff to the main road and we had to drive through the smallest unpaved roads, a torment to us as much as to our tires. Before each new crossing, trenches, which are probably suitable as sewage ditches, appeared so that we were thoroughly shaken through. Once again, we are glad that we have installed new shock absorbers in Chile.

 

 

Auf einer wunderschönen Kurvenstrasse entlang des Titicacasees geht es auf über 4000m bis zur nächsten Fähre. Kurz vor der Fähre werden wir natürlich noch von einem grimmigen Polizisten angehalten, der unsere Einfuhrdokumente sehen will. Mann in Uniform, sag ich da nur… Am Hafen dauert es erst einmal eine viertel Stunde, bis wir auf das Holzboot können, vor uns ein Bus und neben uns wird auch noch Martin mit seiner BMW draufgequetscht und so hoffen wir nur, dass der Motor und das Boot die gut 15 minütige Überfahrt übersteht.

On a beautiful curvy road along the lake of Titicaca we drive up to about 4000m until we catch the next ferry across. Shortly before we come to the ferry, of course, we are again stopped by a grim policeman who wants to see our import documents. Man in uniform, I can only say … At the port, it takes only a quarter of an hour until we can get onto the wooden boat, in front of us is a bus and next to us Martin is squeezed in with his BMW and we just hope for the next 15 minutes crossing that neither the engine will stop nor the boat sink under that weight.

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ferry crossing Lake Titicaca

Rückwärts gehts wieder runter vom Boot und auf der Hauptstrasse, die mehr eine Baustelle ist, direkt nach El Alto, dem “Vorort” von La Paz, der selbst bereits 1,3 Millionen Menschen Heimat ist. Wo El Alto aufhört und La Paz anfängt, wird uns jedoch nicht richtig verständlich, denn bereits anfangs El Alto stehen wir im Stop and Go-Stau und kämpfen uns die nächsten knapp 30km durch diese Gebiete zum Colibri Camping. Es ist das reinste Verkehrschaos, überall wird gefahren, von allen Seiten wird auf die Hauptstrasse reingedrängelt, die Minibusse halten mitten auf der Strasse, um Fahrgäste ein- oder aussteigen zu lassen, es ist dreckig und verrust, denn von Kat und umweltbewussten Fahrzeugen ist man hier weit entfernt. Die Autopiste um La Paz mündet in die Ruta 3, welche sich wiederum genau durch einen Teil der Altstadt schlängelt. Für die 30km brauchen wir knapp 2 Stunden und sind fix und fertig, als wir beim Camping ankommen. Wie herrlich ist da die richtig heisse Dusche!!!

Backwards driving down from the boat and back on the main road, which is more a construction site, we drive directly to El Alto, the “suburb” of La Paz which is home to almost 1,3 million people. Where El Alto stops and the town of La Paz begins, however, is not quite clear, because already entering El Alto we get stuck in a stop and go jam and fight our way through the next 30km to the Colibri Camping near the valle de la luna. It is a traffic chaos all over, cars and busses are driving everywhere, they are coming from all sides onto the main road, the minibuses stop in the middle of the road to let passengers get on or off, it is dirty and lots of smoke from exhausted, there is no environmental consciousness nor any catalyt converted vehicles. The autopiste around La Paz ends into the Ruta 3, which again winds its way through a part of the old town, right through the middle. For the following 30 km we “only” need 2 hours and are exhausted when we arrive at the campsite. How wonderful is the hot shower!

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traffic jam in El Alto

Hier bleiben wir ein paar Tage, bevor wir uns weiter gen Osten in Richtung Cochabamba begeben.

Here we spent a few days before heading eastwards to Cochabamba.

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from Iquique along the coast towards Arica and Putre

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camping at Flightpark Iquique

In Iquique schlagen wir unser Lager auf dem Flightpark Camping (ca. 7km ausserhalb des Stadtzentrums) auf und sind jeden Tag damit beschäftigt, den Sprinter ein wenig zu verschönern und zu verbessern. Wir besorgen in der Zona Franca (zollfreies Einkaufsgebiet) unser bereits seit Wochen kaputtes 12Volt Ladekabel für den Computer, eine LED Leuchte für den Innenbereich sowie weisse Innenraumfarbe, Antirostspray und eine Flüssigkeit für den Diesel, damit dieser bei höheren Andengebieten und kalten Regionen nicht einfriert. So vergehen die ersten 5 Tage mit Basteln und plaudern mit den französischen Nachbarn Jo (Jennifer) und Daurien sowie den deutschen Kondor-Tour-Reiseführern Traudel und Thomas.

In Iquique, we check in at the Flightpark Camping (about 7km outside the town center) and are busy every day to make the Sprinter a little better. In the Zona Franca (customs-free shopping area), we are able to buy a 12-volt charging cable for our computer, a LED light for the interior, a white interior color, anti-rust spray and a liquid for the diesel to avoid freezing at higher elevations and cold temperatures. So the first 5 days pass by with repairing and chatting with our French neighbors Jo (Jennifer) and Daurien as well as the German Kondor-Tour-tour guides Traudel and Thomas.

Da wir nicht sicher sind, ob wir in Peru oder Bolivien die entsprechend notwendigen hinteren Stossdämpfer für den Mercedes bekommen, versuchen wir unser Glück auch in Iquique. In der Zona Franca, wo wir erhofften, wir bekommen sie etwas günstiger, verweist man uns ständig an den ortsansässigen Mercedes-Verkäufer “Kaufmann”. Dieser hat das Monopol in ganz Chile, was Mercedes-Fahrzeuge betrifft.

Since we are not sure whether we will get the necessary rear shock absorbers for the Mercedes Sprinter in Peru or Bolivia, we tried our luck in Iquique. In the Zona Franca, where we hoped we would get the shocks a little cheaper, we were always referred to the local Mercedes salesman “Kaufmann”. This company has the monopol on Mercedes vehicles in whole Chile.

Also fahren wir notgedrungen dorthin, obwohl wir bereits ahnen, dass es dort teurer wird. Als wir kurz vor halb zwei Uhr ankommen, findet der Verkäufer natürlich unseren Sprinter 211 nicht, sondern nur 313 etc… also werden wir nach einer viertel Stunde weitergereicht an den Servicebereich. Der gute Mann kennt das 211er Model natürlich auch nicht und müsste einen Mechaniker fragen. Dafür sind wir aber jetzt zu spät dran, denn es ist ja gleich Mittagszeit. Wir vereinbaren, am nächsten Morgen früh wieder zu kommen, damit sich dann unser Auto anschauen kann. In der Zwischenzeit wollte der nette Servicemitarbeiter eigentlich im Computer schauen und uns eine Email zukommen lassen. Wir wollen ja nicht umsonst hinfahren. Natürlich warten wir auf diese Email bis heute…

So we kind of have to go there, although we already suspect that it will be more expensive. When we arrive shortly before half past one, the seller of course does not find our Sprinter 211, only the 313 model etc … so after a quarter of an hour passed we are referred to the service area. The service guy does not know the 211 model either, of course, and would have to ask a mechanic. But we are now too late, because now its lunchtime. We agree to come back early the next morning, so that they can have a look at our car. In the meantime, the nice service guy actually wanted to look in his computersystem and send us an email if they have them. We didn´t want to have to come back for nothing. Of course, we are still waiting for this email ...

Als wir am nächsten Morgen um kurz nach 9 Uhr ankommen, braucht es lediglich einen kurzen Blick des Mechanikers, um festzustellen, dass es sich dabei um ganz normale Stossdämpfer handelt, der auch beim 313 etc. verbaut ist. Dann erst setzt sich unser Servicemitarbeiter an den Computer, um uns zunächst die teuren Mercedesoriginal-Stossdämpfer und erst auf Nachfrage dann die um die hälfte billigeren No-name-Stossdämpfer anzubieten. Sie werden in Santiago bestellt und wir können sie zwei Tage später abholen. Die ganze Suche mit Bestellung dauerte fast 2 Stunden. Die Lieferung bis zum nächsten Tag hätte uns nochmal 10´000 Peso extra gekostet und wir haben für diese extra 10´000 Peso lieber den Campingplatz mit heissen Duschen bezahlt.

When we arrive the next morning at around 9 o’clock, it takes only a short look from the mechanic to determine that these are normal shock absorbers, which are also installed in the 313 model etc. Then our service guy will sit down at the computer. First he offers us the expensive Mercedes original shock absorbers and then the almost half price cheaper no-name ones. They have to be ordered in Santiago and we can pick them up two days later. The whole procedure took us nearly 2 hours. The delivery until the next day would have cost us again 10’000 pesos, so we decided to pay for this extra 10’000 peso the campsite with hot showers.

Als wir dann am Donnerstagnachmittag die Stossdämpfer abholen wollen, dauert es wieder eine halbe Stunde, bis wir sie endlich in den Händen halten, denn zunächst müssen wir zum Verkäufer. Dort erhalten wir einen Zettel, mit dem wir dann nochmal zur Kasse müssen (obwohl wir bereits zwei Tage zuvor bezahlt hatten). Von der Frau an der Kasse gab es dann nochmals einen weiteren Zettel, mit dem wir dann zur Ausgabeabteilung sind. Dort mussten wir den Empfang quittieren und endlich konnten wir mit neuen Stossdämmpfer in der Hand losziehen. Africa ist überall, wie der Thomas immer sagt…

When we went to pick up the shock absorbers on Thursday afternoon, it takes another half an hour until we finally get hold of them, because first we have to go to the seller. There we get a paper, with which we then have to go back to the cashier again (although we had already paid two days before at that same counter). From the woman at the cashier we got another paper, with which we then went to the spare parts department. There we had to sign the receipt and finally we could go with our new shock absorbers in the hand. Africa is everywhere, as Thomas is always saying …

Der Einbau derselbigen bei Mercedes hätte uns knapp 50´000 Peso /pro Stunde gekostet und der Servicemitarbeiter hatte 3,5 Stunden Zeit veranlagt. Für eine Arbeit von vielleicht einer Stunde, denn es handelt sich ja nur um jeweils zwei Schrauben die geöffnet werden müssen sobald die Reifen weg sind, war uns das einfach zuviel Geld. Also liessen wir diese dann bei einem unabhängigen Hinterhofmechaniker, den uns die beiden Franzosen empfohlen haben, für insgesamt 40´000 Peso einbauen.

At Mercedes Kaufmann, the installation of the shock absorbers would have cost us nearly 50’000 peso / per hour and the service guy had estimated 3.5 hours of work for that job. For a work of perhaps an hour, because there are only two screws that would have to be opened, as soon as the tires are gone, it was just too much money. So we went to an independent backyard mechanic for the replacement, which the two French recommended us, and paid a total of 40,000 pesos.

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replacement of new shocks within an hour

Mit neuen Stossdämpfer ging es endlich am Freitagmittag weiter nach Norden in Richtung Arica. In Pisagua verbringen wir eine ruhige Nacht auf einem verlassenen Camping am Ende der Bucht und kaufen für günstige 1000 Peso (ca. 1.40 €) einen frischen Fisch an der Caleta Pescado, den wir dann am Abend bei einem tollen ruhigen und schattigen Übernachtungsplatz kaum 50 km entfernt inmitten des verlassenen Örtchens Zapiga grillen.

With new shock absorbers, on Friday afternoon we are heading north towards Arica. In Pisagua we spend a quiet night on an abandoned camp site at the end of the bay and buy a fresh fish at the Caleta Pescado for incredible 1000 Peso (about 1.40 €), which we then have on the barbecue in the evening at another great quiet and shady place in the middle of the deserted village Zapiga hardly 50km away.

Der morgendliche Frühnebel an der Küste hebt sich im Laufe des Vormittags immer auf, so dass wir in der Caleta Vitor, ca. 20 km von der Ruta 5 zur Küste, einen weiteren tollen Platz finden, mit direktem Blick aufs Meer, wo sich tagsüber 3-4 Seehunde im Wasser tümmeln. Bei leckerem Lomo Liso auf dem Grill vergeht ein weiterer toller gemeinsamer Tag in Chile.

The morning fog on the coast always goes away in the course of the morning, so that we find another great place for the night in the Caleta Vitor, about 20 km from the Ruta 5 to the coast, with a direct view to the sea, where during the day 3 -4 Seals are playing around in the water. With a piece of Lomo Liso on the barbecue yet another great day in Chile is gone by.

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Caleta Vitor

Am nächsten Tag füllen wir unsere Vorräte in Arica wieder auf, bevor wir uns in Richtung Anden bewegen. Auf der halben Strecke nach Putre auf ca. 3000 m Höhe verbleiben wir für die nächste Nacht, um uns langsam an die Höhe anzupassen. Leider hilft es nicht wirklich, denn Thomas geht es in Putre auf 3500m am Abend dann nicht so gut. Zuvor gönnen wir uns jedoch auf knapp 4000m in den Termas de Jurasi noch ein wärmendes Bad.

The next day, we are stocking up our supplies in Arica before we head towards the Andes. On the half way to Putre at about an elevation of 3000 m, we stay for the night to be able to slowly adjust to the altitude. Unfortunately, it does not really help, because in Putre at 3500m, Thomas starts having problems in the evening. Before that, however, we had a warm bath at just 4000m elevation in the Termas de Jurasi.

Die Nacht wird für Thomas sehr unruhig, obwohl wir auf dem Sportplatz am Eingang des Dorfes einen tollen Platz gefunden haben, bekommt ihm die Höhe nicht so gut, die Kopfschmerzen werden immer stärker, die Nase ist verstopft und Magenkrämpfe kommen auch hinzu. Wir entschliessen uns daher, nicht mehr weiter zum Lauca Nationalpark auf 4500m zu fahren, sondern lieber zurück zur Küste.

The night is very restless for Thomas, although we found a great place on the sports field at the entrance of the village, the elevation does not do him so well, the headaches are getting stronger, the nose is blocked and stomach cramps are also added. We decided not to go further up to the Lauca National Park on an elevation of 4500m, but rather head back to the coast.

In Arica bleiben wir eine Nacht am Strand und bevor wir am nächsten Tag über die Grenze nach Peru wollen, mieten wir uns für eine Nacht auf den Camping Armada ein. Tja und da treffen wir auf Ilse und Jaime aus Santiago, die sich in Florida ein typisch amerikanisches Wohnmobil gekauft haben und damit seit mehr als einem Jahr unterwegs sind. Es wird ein gesprächsreicher Nachmittag/Abend, denn die beiden verstehen und sprechen ein wenig Englisch, sodass auch Thomas sich mit ihnen unterhalten kann. Der Camping ist ganz entspannt und wir entschliessen uns, noch ein wenig länger zu bleiben und unsere übrigen Vorräte vor dem Grenzübergang zu vertilgen, denn Obst und Gemüse dürfen nicht mitgenommen werden. Am Abend gibt es ein leckeres Barbecue mit den beiden und wir sind wieder traurig, uns schon wieder von ihnen verabschieden zu müssen.

In Arica, we stay one night at the beach, and before we want to cross the border to Peru the next day we check in at the Camping Armada for one night . Well and there we meet Ilse and Jaime from Santiago, who have bought a typical American motorhome in Florida and have been traveling for more than a year now. It is an interesting afternoon / evening with lots of talking, because the two of them understand and speak a little English, so Thomas is also able to talk with them. The campsite is quite relaxed and we decide to stay a little longer and finish all our remaining fresh supplies before the border crossing, because fruit and vegetables are not allowed to be taken across. The next evening we share a delicious barbecue with Ilse and Jaime and we are again sad to have to say goodbye to them so soon.

Es wird jedoch nicht langweilig, denn wie es der Zufall will, hat sich auch Martin, ein Motorradfahrer aus der Nähe von Ilmenau, auf dem Camping eingefunden und so vergeht das Wochenende recht schnell mit Lesen und Schwatzen und und und… bis wir dann wirklich alle Frischwaren aufgegessen haben und es auf zur Grenze nach Peru geht.

But it doesn´t get boring, because, as luck has it, Martin, a motorcyclist from Ilmenau, has also found himself a spot at the campsite and so the weekend passes by quickly with reading and chatting and and and … until then when we really have eaten all the fresh produce and we are on our way to the border to Peru.

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Thomas and Martin

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Sandsturm und Schnee – die Atacamawüste und die Anden

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In Caldera füllen wir unsere Vorräte wieder auf und fahren weiter auf der Ruta 5 (Panamericana) nach Norden. Bei den Zoologico de Piedra, wo man mit sehr viel Phantasie Figuren aus den Steinbrocken erkennen könnte, erkennen wir kaum etwas, finden jedoch einen tollen freien Platz für die Nacht. Beim Lagerfeuer in einem Felsvorsprung glüht die Sonne beim Untergehen über dem Meer wie ein Feuerball.

We fill up our surplies in Caldera and drive north on route 5 (the panam). At the zoologico de piedra where you can imagine some figures within the stoneformations, we are not really able to find something, but a nice free spot to camp for the night. While at the campfire the sun is glowing going down over the ocean like a fireball.

Am nächsten Morgen ist es wieder einmal trübe und grau, als wir weiter gen Norden fahren. Eigentlich wollten wir am Observatorio Cerro Paranal übernachten, allerdings ist es auf knapp 2000m Höhe so windig und regnerisch, dass wir uns entscheiden, weiter zu fahren und in der Nähe des Monumentums “Mano del Desierto” zu übernachten. Wir haben Glück und das Wetter legt sich ein wenig, trotz des Windes wird es ein toller Abend, denn die Wolken verschaffen uns wieder einen tollen Sonnenuntergang und wir lernen Jane und John aus England kennen. Sie sind mit ihrem rechtsgelenkten Delica-L400 unterwegs. Der Abend vergeht schnell bei einem Gläschen Wein und vielen Geschichten.

The next morning starts grey and cloudy, when we drive further north. Initially we wanted to spent the night at the observatorio Cerro Paranal, but it was so windy and rainy at an elevation of almost 2000m that we decided to driver further on and spent the night close to the monument “mano del desierto”. We are lucky and the weather gets a little better and although it is pretty windy we have a great evening because the clouds make it a great sunset and we get to know Jane and John from England. They are traveling with their righthanded Delica L400 and the evening goes by quickly with a glas of wine and lots of stories.

Wir hoffen, wir sehen uns demnächst wieder, denn wir fahren nun weiter nach Norden und die beiden versuchen ihr Glück weiter im Süden, wo es für uns jedoch zu kalt wird. Es ist schliesslich beginnender Winter… und ja wir geben es zu, wir sind ein wenig durch Australien verweichlicht..meistens Sonne und warme Temperaturen, das ist es, was wir suchen… hätten wir gewusst, dass es in der San Pedro Region bereits schneit, hätten wir vielleicht unsere Route anders gewählt.

We hope, we will see each other again someday, because we are going north while they try their luck going further south, where it is too cold for us now. It is in fact getting winter down there… and yes, well, we admit – after Australia we are kind of a bit woosy… mostly sun and warm temperatures, that it´s what we are looking for… had we known that it has already started snowing in the region of San Pedro, we might have changed our route.

Heftiger Wind und Sandsturm begleitet uns in Calama, der riesigen Mienenstadt im Herzen der Atacamawüste. In San Pedro angekommen, sind die schneebedeckten Vulkane und Berge der Umgebung durch graue dunkle Wolken verhangen. Wir nächtigen auf einem Plateau ausserhalb von San Pedro, denn bei diesem Sandsturm ist halb San Pedro im Staub und der billigste Campingplatz für € 23 (ohne Wifi und Strom) ist uns in der Nachsaison doch zu teuer. Wir sind schliesslich immer noch in Südamerika und der Standard der meisten Campingplätze mit ihren sanitären Einrichtungen ist nicht ihr Geld wert.

Really bad wind and sand sturms are following us in Calama, the big mining town in the middle of the Atacama desert. Arriving in San Pedro, the snow covered vulcanos and surrounding moutains are covered in dark grey clouds. We spent the night at a plateau just outside of San Pedro because with that sandsturm half of San Pedro is covered in dust and the cheapest campground for €23 (without Wifi or electricity) is now in the off season just too expensive for us. We are in fact still in Southamerica and the standard of most of the campgrounds and their amenities are not worth their money. 

Als wir uns am nächsten Tag bei Sonnenschein auf dem Weg zum Salar de Atacama machen und die Piste fahren, müssen wir gleich ein wenig testen, wie Matsch fahren ausserhalb der Piste sich anfühlt, denn der Bagger, der die Piste glatt fahren soll, hat einen Motorschaden. Zurück auf der Hauptstrasse finden wir einen tollen Platz in der Nähe von Toconao bei einer Wasserquelle und der abendliche Sonnenuntergang zeigt uns wieder, warum wir unbedingt nochmal nach Südamerika wollten. Vom leichten gelblichen Sonnenstrahlen wandelt sich die Umgebung in rosa, dunkelrot und glühendrot. Dabei werden trotz oder vielleicht wegen der Wolken die Vulkane und Berge rings um uns herum von der untergehenden Sonne angestrahlt, dass sich die Schneekuppe lila im Wasser wiederspiegelt. Was für ein Abend!

When we start the day the next day with sunshine towards the Salar de Atacama and drive the gravel road we have to test how the car is performing in mud away from the road, because the excavator which were supposed to plain the road, had an engine failure. Back at the main road we find a really nice camp spot close to Toconao at a water supply and the sunset at the evening shows us why we had wanted to travel through Southamerica again. The slightly yellowish sunbeams are making the surrounding shine in rosè, dark red and glowing red. In spite of, or perhaps because of the clouds, the volcanoes and mountains around us are illuminated by the setting sun, so that the snowcup is reflected purple in the water. What an evening!

Am Morgen fahren wir eine neu erstellte, schöne Teerstrasse 13km bergauf ins Dorf Talabre, wo uns ein fast zahnloser älterer Herr versucht, auf die 4×4 Touri-Strecke zu lotsen. Wir danken freundlich und fahren wieder zurück auf die Hauptstrasse zurück nach San Pedro. In San Pedro selbst sind die Strassen weder geteert, noch irgendwie in Stand gehalten. Vermutlich ist es aufgrund der touristischen Bedeutung dieses Ortes nicht erlaubt, an der Struktur etwas zu ändern, wir fragen uns aber ernsthaft, ob man nicht wenigstens die gröbsten Schlaglöcher hätte beseitigen können, als wir uns im Schritttempo durch die engen Gassen winden.

The next morning we drive a really nice and newly paved road 13 km to the village of Talabre where a almost teethless old man tries to bring us driving the touristic 4×4 route. We kindly thank him and drive back to the main road towards San Pedro. In San Pedro the streets are not paved or maintained at all. Maybe that is because of the touristy meaning to the town, they are not allowed to change the structure, but we really are asking ourselves if covering up the big potholes would really be a great improvement, when we are trying to wind ourselves through the streets in walking speed.

Wir wollen in Richtung Norden zu den Tatio Geysieren. Diese liegen auf mehr als 4200m Höhe und wir wollen zwischendurch irgendwo auf 3500m Höhe übernachten. Leider ziehen immer mehr Wolken am Himmel auf, als wir uns langsam immer höher begeben und durch den eisigen Wind sind die Plätze, die wir finden, nicht überzeugend. Also fahren wir weiter und überlegen uns, einfach bei den Geysieren vorbei auf der anderen Seite der Berge bei Caspara wieder herunterzufahren, damit wir nicht gleich die Höhenkrankheit zu spüren bekommen. Je höher wir jedoch fahren, desto mehr Schnee liegt am Strassenrand, bis wir schliesslich bei Machuca auf eine schlamme steile Piste kommen, die 300m weiter höher in Schnee endet.

We wanted to head north to the Tatio Geysers. These are an altitude of more than 4200m and we actually wanted to spent the night somewhere between at an altitude of 3500m. Unfortunately, more and more clouds were rising in the sky as we slowly get higher and the places we find are not convincing due to an icy wind. So we drive on and are thinking about going down the Geysers on the other side of the mountains towards Caspara, so we do not need to feel the altitude sickness. The higher we drive, the more snow is on the edge of the road until finally we arrive at Machuca on a muddy steep slope that 300m further ends in snow.

Die Wolken lassen uns nun auch noch im leichten Schneegestöber fahren und wir haben keine Ahnung, wie die nächsten 50km bis Caspara aussehen, denn die wenigen Allradautos, die sich hier hoch begeben haben, machen auf dem Pass bei 4400m halt und ihre chilenischen Insassen tummeln sich im Schnee. Als wir dann tatsächlich nach mehreren Kilometern allein auf der Piste stehen, wir nur noch durch Schneematsch fahren und in der Ferne sich die Wolken immer mehr zuziehen, bekehre ich Thomas dazu, umzukehren, denn wir haben weder Schneeketten dabei, noch ein Allradfahrzeug, noch den entsprechenden Dieseladditiv für die Höhe und da unsere Körper sich nicht langsam an die Höhe gewöhnen konnten, merken wir auch schon deutliche Anzeichen der 4200m. Thomas wird es schwindelig beim Laufen und ich bin etwas kurzatmig, als ich vor lauter Begeisterung die Vicunas fotografiere.

The clouds leave us in a light snowstorm and we have no idea how the next 50km towards Caspara will look like because the few 4×4 cars which have driven up here, stopp at the top of the pass at 4400m and their chilean passengers are romping about in the snow. When we finally after several more kilometers are all by ourselves on the road, we are only driving in snowy mud and the clouds in the distance are growing darker and darker, I beg Thomas to turn around because we neither carry any snow chains, nor have we got an 4×4 car nor have we the additive for the Diesel against freezing in the altitude and because our bodies haven´t had time to adjust to the altitude either, we already start to feel the first signs at an altitude of 4200m. Thomas gets dissy while walking around and I am feeling breathless while I am busy making picture of those Vicunas.

Wir fahren also langsam und vorsichtig dieselbe Matschstrecke zurück und finden ein schönes Plätzchen zum Übernachten am Rande eines Bächleins kurz vor San Pedro.
We drive slowly and carefully back the same muddy and slippery road and find a really nice spot to overnight at the edge of a small river shortly before San Pedro.
Nach einer ruhigen Nacht fahren wir dann wieder in Richtung Küste, übernachten noch zwei Nächte an dem netten Balenario Coya, einem Fluss, der sich durch einen kleinen Canyon inmitten der Wüste schlängelt und sind Ende Mai schliesslich in Tocopilla, knapp 200 km südlich von Iquique. Wir folgen die Küstenstrasse gen Norden und finden wieder schöne Plätze entlang der kilometerlangen Stein- und Sandküste. Leider sind die meisten freien Plätze ziemlich vermüllt, überall liegen Plastik- und Glasflaschen, verrostete Dosen etc. herum. Es ist wirklich schade, denn es scheint den meisten Südamerikanern an einem gewissen Umweltbewusstsein zu fehlen. Der Müll wird einfach liegengelassen, nach dem Motto: nach mir die Sinnflut! Schade!

After a quiet night we drive back towards the coast, spent two more nights at the really nice Balenario Coya, a river which has curved a small Canyon within the middle of the desert and at the end of My we are finally in Tocopilla, nearly 200km south of Iquique. We follow the coastal road north and find nice spots along the kilometer long stretches of stony and sandy coast. Unfortunately, most of the free spots are full of garbage, everywhere are lying plastic and glas bottles, rusty cans and lots of other garbage. It is a pity because most of the south americans seem to miss that kind of environmental awareness. The garbage is just left behind according to the motto: what comes after me, I don´t care! what a pity! 

Balenario Coya

Balenario Coya

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campspot along the coastal road south of Iquique

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Valparaiso – Ruta del Desierto von Huasco nach Caldera

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Valparaiso view from Villa Kunterbunt

Aus ein paar Tagen bei Martina und Enzo sind schlussendlich 2 Wochen draus geworden… die Zeit vergeht nur so im Flug, wenn man bei Freunden ist. Wir konnten endlich unsere hinteren Reifen wechseln und waren froh, dass wir vorher noch keinen Platten hatten, denn die Schrauben waren so fest, dass mehrere Mechaniker mit nem Schlagbolzen sowie Schlagbohrer eine viertel Stunde brauchten, um sie endlich zu öffnen. Die Reifen haben wir auch noch mit Montage zu einem richtig günstigen Preis erhalten, so dass wir gleich auch noch einen Ölwechsel haben machen lassen… ohne Rückenprobleme und dreckige Hände!

From initially a few days together with Martina and Enzo, we finally end up staying 2 weeks…the time is running by quickly when you are with friends. In Valparaiso we also could change our rear tyres and were quite happy that we didn´t have a puncture before because the screws of the mounting were so tight that only several mechanics working together for 1/4 of an hour with a pressure hammer could open them. The tyres have been actually quite reasonably with the mounting included so that we also let them make the oil change… without having to have backproblems or dirty hands!

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Ein Wochenende verbringen wir mit Enzo und Martina sowie Tochter Sophia auf ihrem Grundstück ca. 180 km nördlich von Valparaiso. Jeden Tag reparieren wir ein bischen was am Auto und die Nachmittage und Abende verbringen wir mit den beiden bei leckerem Essen.

One weekend we spent with Martina, Enzo and their daughter Sophia at their property ca. 180km north of Valparaiso. Every day we fix some small things on the car and the afternoons and evenings we spent with them while having good dinners.

Als dann auch noch Thomas und Angela (ein nettes Päarchen aus Berlin, die mit einer BMW F 800 GS für 4 Monate unterwegs waren) in der Villa Quartier nehmen, bleiben wir nochmal zwei Tage länger und warten auch noch die nächste Regenphase ab. In Ovalle und im Vicuna Tal hat es soviel geregnet, dass es vielerorts zu Überschwemmungen gekommen ist. Daher planen wir ein wenig um und nun folgt unsere Route die Küste entlang gen Norden. Etwas südlich von Ovalle fahren wir von der Ruta 5 ab und übernachten inmitten eines kleines Wäldchens. Die Piste zum Strand war leider unter Wasser, so dass wir dort nicht weiter fahren konnten.

When Thomas and Angela (a nice couple from Berlin who have just ridden their BMWF 800 GS for the last 4 months) are guest in the Villa, we extend our stay for two more days and wait till the next rain is gone by. In Ovalle and Vicuna valley it has been raining that much that there are lots of floodings. That is why we change our route a little bit and follow the route north along the coast. Shortly before Ovalle we spent a night close to Ruta 5 within a small forest. The road to the beach was unfortunately under water so that we couldn´t drive there.

In Tongoy, einem kleinen Fischerdorf umgeben von Dünenstränden kaufen wir frischen Fisch bei der kleinen Pescaderia am Strand und fahren weiter nach Norden. Rechts und links der Ruta 5 ist alles eingezäunt, ein Abfahren kaum möglich, so dass wir an den Städten Coquimbo und La Serena schnell vorbeifahren. Leider ist das Wetter noch nicht besser und die Piste zur Isla Damas ist aufgrund des Regens so unterspült, dass es ohne Allrad schwierig wird. Deswegen übernachten wir in der Nähe der Ruta 5 und fahren am nächsten Morgen über Vallenar zum berühtem Huasco-Tal, wo wir frisches Gemüse und leckere Huasco Oliven bei der Mutti am Strassenrand kaufen.

In Tongoy, a small fishing village surrounded by sanddune beaches we buy a fresh fish from the local pescaderia at the beach and drive further north. Right and left to the Ruta 5 a lot is fenced so that driving off the road is almost impossible and we drive past the towns of Coquimbo and La Serena. Unfortunately the weather is not better so far and the road to the Isla Damas is due to the rain almost washed away that it is very difficult to drive without 4×4. That is why we spent the night again close to the Ruta 5 and drive the next morning passing Vallenar to the famous Huasco-valley where we buy fresh vegetables and fresh Huasco olives from the mama at the side of the road.

Die Ruta del Desierto führt von Huasco nach Caldera, eine Piste mit Bischofit, die der Küste nach Norden folgt und dabei mehr als 50 wunderbare und teilweise einsame Strände offenbart. Wir brauchen an dem Tag auch nicht weit fahren, denn bereits kurz nach Huasco entdecken wir eine tolle Stelle oberhalb einer Bucht und geniessen endlich wieder einen tollen Sonnenuntergang bei Lagerfeuer, frischem Fleisch und Chicken.

The Ruta del Desierto goes from Huasco to Caldera, a road with bishofit which follows the coast north and exposes more than 50 nice little and sometimes empty beaches. We don´t have to drive far this day because shortly after Huasco we find a nice spot above a small bay where we finally enjoy a fantastic sunset with a campfire, fresh meat and chicken.

So wunderschön der Abend endete, so grau und regnerisch beginnt der nächste Morgen. Nach einem schnellen Frühstück fahren wir weiter und finden einen tollen Übernachtungsplatz in der Bucht der Playa Burro. Nachdem sich der Regen über Mittag gelegt hat, können wir die Umgebung und den Abend bei einem weiteren herrlichen Sonnenuntergang geniessen. Ein Pelikan ist neugierig und kommt zu Besuch… was für ein Ereignis! Es sind die Kleinigkeiten im Leben, die einen glücklich machen und wir geniessen unsere gemeinsame Zeit in vollen Zügen.

As fantastic the evening ended, as grey and rainy the next morning starts. After a quick breakfast we drive further on and find a nice overnight spot at the beach of Playa Burro. After the rain has passed over midday, we can enjoy the surroundings and evening again with a amazing sunset. A curious pelican comes by for a visit … what a great experience! It´s the small things in life that makes us happy and we really enjoy spending our time together.

Kaum 30 km weiter nördlich bleiben wir bei herrlichstem Sonnenschein in der Wüste stehen und spielen Boccia, schwatzen und essen lecker Thaicurry. Nach den morgendlichen Yoga-Übungen und einem Müsli-Frühstück erhält Thomas noch schnell die Haare geschnitten und es geht zur nächsten Copec -Tankstelle zur Dusche. Dort können wir auch unseren Wasser- und Dieseltank wieder füllen und schon geht es zurück ans Meer zum Puerto Viejo, wo wir beim Mittagessen den Fischern am Strand zuschauen.

Only 30 km north we make the next stop for this day having great sunshine in the desert and play Boccia, chitchat and eat thai curry. After my morning Yoga exercise and a cereal breakfast, we cut Thomas´hair and off we are to the next copec gas station for our shower. There we can refill our water and diesel tank and we drive on to the beach of Puerto Viejo where we watch the fisherman at the beach while having our lunch.

Die Weiterfahrt entlang der Küstenpiste wird abrupt gestoppt, als diese durch die Wassermassen der vergangenen Wochen in der Mitte weggespült worden ist. Zurück auf der Ruta 5 fahren wir bis Bahia Inglesia und übernachten etwas südlich an der Playa Las Machas.

The drive further north along the coastal road gets to a sudden stop because the water of the last weeks rain has washed away the road in the middle. Back on Ruta 5 we drive to Bahia Inglesia and spent the night south of it at the Playa Las Machas.

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Lake district – border crossing – Ruta del Mar


Der Herbst hält Einzug in Argentinien und es wird immer kälter. Deswegen suchen wir uns in der Nähe von Bariloche in Colonia Suiza einen Campingplatz mit warmer Dusche. Dort treffen wir auf nette Schweizer, so dass drei Tage schnell vergehen. So haben wir dann auch den Andrang über die Osterfeiertage umgangen und mussten nur eine Grossfamilie und deren Lautstärke und permanente Präsens von etwas lauteren Kindern im Aufenthaltsraum aushalten.

Autum is coming in Argentina and it gets colder and colder. That is why we look for a campground with a hot shower nearby Bariloche in Colonia Suiza. We actually meet some Swiss travelers there so that three days are gone by quickly. There we also got away from most of the public holiday crowd over the easter holidays and only had to endulge a big family and their noise and the permanent presence of their noisy children in the common room.

Als wir am Ostermontag wieder aufbrechen, kommt auch schon die nächste Busladung voller Jugendlicher, die Campingferien hier machen… also nichts wie weg. Wir wollen entlang des Seengebiets noch etwas gen Norden fahren, bevor wir dann die Grenze zu Chile überqueren. Wir haben ein Boot im Gepäck, dass wir endlich einmal ausprobieren wollen. Als wir auf der Ruta Siete Lagos (7 Seen) im Parque Nacional Nahuel Huapi, die mittlerweile sehr schön geteert ist, gen Norden fahren, ist es jedoch teilweise so windig und kalt an den verschiedenen Seen, dass wir erstmal darauf verzichten, es vom Dach zu holen und aufzubauen. Wir geniessen die herbstlichen Farben, als sich an unserem Campspot am Rio Pidchi Traful die Sonne durch die grauen Wolken zwängt.

On Monday morning, when we are ready to leave the next bus with lots of kids and young adults is coming to do some camping …. off we went. We wanted to drive north along the lake district before we cross the border to Chile. We have a small boat in our luggage which we finally wanted to test. When we were driving the route “siete lagos” (7 lakes) in the National Park Nahuel Huapi which is nowadays a nicely paved road, it is still pretty windy and cold at the different lake that we finally decided to leave the boat packed and on the roof.  We enjoyed the autum colours as the sun comes through the clouds at our campspot at Rio Pidschi Traful. 

Bei der Weiterfahrt am nächsten Morgen hört sich der Motor des Sprinters irgendwie seltsam an… es rattert lauter als zuvor. Also halten wir in San Martin de los Andes an und machen uns auf die Suche nach einem Mechaniker. Nach drei verschiedenen kleineren Werkstätten finden wir dann endlich einen, der sich bereit erklärt, am Mercedes zu arbeiten und der bestellt uns auf Nachmittag um drei Uhr, obwohl es normalerweise dann gerade Siesta-Zeit ist. Als der Sprinter dann unter die Lupe genommen wird, machen wir Bekanntschaft mit Eberhard (Eberardo), einem 83 Jahre alten Deutschen, der in den 60iger Jahren nach Argentinien ausgewandert ist und noch hervorragendes Deutsch spricht.

While driving on the next morning, the motor makes strange noises….it´s rattling louder than before. Therefore, we stop in San Martin de los Andes to look for a mechanic.  After three different mechanics we asked to have a look, we finally find a location where we get an appointment for three o´clock in the afternoon. Strange enough though it is usually the siesta time. When the sprinter went under inspection, we get to know Eberhard, a 83 year old German who immigrated to Argentina in the sixties and still is able to speak German very well.

Er lädt uns gleich auf eine Sightseeing-tour durch San Martin und ein Bierchen ein, so dass das Warten auf die Reparatur wie im Nu vergeht. Die Feder der Polyriemen-Spannrolle war defekt, so dass dieses Teil sowie die Keilreimen ersetzt werden mussten. Dabei waren die Arbeitskosten gerade mal € 50 und die Ersatzteile wegen der enormen Importzölle in Argentinien knapp das dreieinhalbfache. Ohne merkwürdige Geräusche ging es dann zum Lago Curruhue, wo wir im Jahre 2009 mit unseren schweizer Freunden Susann und Didi eine tolle Woche verbracht hatten. Leider war es grau und grau und Nieselregen, so dass wir zurück nach Junin de los Andes fuhren und uns für die Nacht am Fluss einrichteten.

He invites us to have a sightseeing-tour around San Martin and to have a drink somewhere, so that the time waiting for the repair is gone by quickly. The spring of the poly-belt tensioning roller is broken so that this part and the belt has to be replaced. The labor costs were just € 50 and the spare parts because of the enormous import duties in Argentina just three-and-a-half times of that. Without any more strange noise we went off to the Lago Curruhue, where we had a great week camping with our Swiss friends Susann and Didi back in 2009. Unfortunately, it was grey and drizzling, so we drove back to Junin de los Andes and set up for the night at the river there.

 

Die Strasse weiter gen Chile führt durch den Parque Nacional Lanin und dem mit Schnee bedeckten Vulkan Lanin, der sich zunächst noch in dicken grauen Wolken hüllte, jedoch kurz vor Grenzübergang uns doch noch mit freiem sonnenbestrahlten Vulkankegel beglückte. Vorher machen wir noch einen Abstecher zum Lago Trommen, wobei die kleine Piste, die von der Hauptpiste abführt immer enger und steiniger wurde. Wir waren auch im Jahr 2009 hier schon einmal und mit den Motorrädern ist einem der Zustand der Piste gar nicht so schlecht vorgekommen, aber mit dem Sprinter mit abgefahrenen Hinterreifen stellte sich die Sache gleich viel spannender dar. Da der Camping vor der Grenze nicht einladend aussah, haben wir dann schnell unsere frischen Eier gekocht und schon ging es die letzten paar Kilometer auf argentinischer Schotterpiste weiter zur Grenze. Eine dreiviertel Stunde später fahren wir auf einer neuen glatten Teerstrasse auf chilenischer Seite und die Grenzformalitäten sind innert 30 Minuten und einem Lächeln und Augenzudrücken “des Fruchtkontrolleurs”  (unsere frischen Erdnüsse hätten wir nicht mit reinbringen dürfen) erledigt.

The road continues to Chile through the Parque Nacional Lanin and the snow-capped volcano Lanin, which was still wrapped in thick grey clouds, but shortly before the crossing the border we were lucky enough with a free view of the sun-lit volcano. Before crossing that we made a detour to the Lago Trommen, while the small slope that leads from the main road became narrower and with more stones we remembered. We were there in the year 2009 too, but riding a motorcycles the condition of the road did not seemed so bad, but with the sprinter with worn rear tires, driving down that road was equally much more exciting. Since the camping on this side of the border did not look very inviting, we quickly cooked our fresh eggs and on we went the last few kilometers on a gravel road on the argentinien side to the border. Three quarter of an hour later we drive on a new smooth, paved road on the Chilean side and the border formalities are settled within 30 minutes and a smile from the “fruit control” (our fresh peanuts could not be brought in, but the nice guy just overlooked it with hands closed eyes).

Da der einzig offene Campingplatz in Pucon unverschämt teuer ist übernachten wir entspannt mit unserem Sprinter auf einem netten Parkplatz an der Uferstrasse des Lago Villarrica. Am nächsten Morgen ist es immer noch grau und regnerisch und wir fahren in die Berge zu den Thermen Los Pozones. Das sind noch einige der wenigen Thermen in der Gegend mit Naturbecken mit verschiedenen Temperaturen. Herrlich!!! Durch die kalten Aussentemperaturen ist es fast wie ein Saunagang bei uns im Schwarzwald. Zum Übernachten fahren wir an den Lago Caburgua.

As the only open campsite in Pucon is unbelievably expensive, we stayed calm and relaxed with our sprinter on a nice parking lot on the shores of Lake Villarrica. The next morning it is still grey and rainy and we drive to the mountains to the thermal pools of Los Pozones. These are some of the few thermal pools in the area with natural pools with different temperatures. just great !!! Due to the cold outside temperatures it is almost like a sauna for us back home at the black forest. We spend the night at Lago Caburgua.

Von Villarrica geht es dann über die Autobahn nach Temuco, wo wir nun endlich vorne neue Stossdämpfer einbauen lassen wollen. Jedesmal, wenn wir über eine  der Geschwindigkeitsschwellen zu schnell drüberfahren, fühlte es sich so an, als ob wir diese gleich im Fussbereich hätten. Nach knapp drei Stunden können wir mit neuen Stossdämpfern weiter gen Norden fahren. Es regnet  und Temuco ist als eine der grösseren wirtschaftlichen Handelsstätten in Chile für uns zu laut, zu dreckig und einfach zu ungemütlich, um dort länger zu verweilen. Also fahren wir bei Regen weiter auf der Autobahn und übernachten das erste Mal an einer Copec Tankstelle mit heissen Duschen für 500 Pesos (ca. 0,80€) und Toiletten. Es gibt schöneres, aber es war sicher und kostenlos!

From Villarrica we drive the highway to Temuco, where we finally try to have new shock absorbers in the front installed. Every time we drive over one of those speed thresholds too quickly, it feels as if we had the same right in our foot area. After just three hours at the mechanic, we can continue north with our new shocks. It is still raining, and Temuco, as one of the major commercial centers in Chile, is too noisy, too dirty and just too uncomfortable for our liking to stay longer. So we continue in the rain north on the highway and spend for  the first time the night at a Copec gas station with hot showers for 500 pesos (about 0.80 €) and clean toilets. There are nicer places to stay in, but it was safe and free!

Wir wollen weiter an die Küste und fahren nördlich von Concepcion entlang der Ruta del Mar in Richtung Norden,wir kaufen frischen Fisch in einem kleinen Städtchen und finden ein tolles Beachcamping in der Nähe von Cobquecura. Es wird eine ruhige Nacht bei sternenklarem Himmel und nur dem Rauschen der Brandung. In Chanco kaufen wir den hier üblichen Käse ein und fahren weiter zum nächsten Beachcamping in Caleta Pellines. Beim Sonnenuntergang und leckeren Rotwein schmeckt das Gegrillte gleich doppelt so gut.

We want to continue to the coast and drive from Concepcion along the Ruta del Mar towards the north, we buy fresh fish in a small town and find a great beach camping near Cobquecura. It is a quiet night with bright stars in the sky and only the noise of the surf. In Chanco we buy the famous local cheese and continue to the next beach camping in Caleta Pellines. Watching the sun set and drinking the delicious red wine the barbecue just tastes twice as good.

In Punta Lobos, südlich von Pichilemu, schauen wir am frühen Morgen beim Frühstück den Surfern zu und am Strand von La Boca bei Navidad, zwischen Constitución und Rocas de Santo Domingo, bebt die Erde mit einer Stärke von 5,9 gleich zweimal… unser chilenischer Nachbar, der eigentlich angeln wollte, packt zusammen und fährt davon.  Auch wir verbringen nur den Nachmittag dort und fahren zurück ins Inland an den Rio Rapel, wo wir am Flussufer unser Lager aufschlagen. Nach einer weiteren Nacht in der Nähe von Isla Negra fahren wir nach Valparaiso, wo wir ein paar Tage bei Enzo und Martina in der Villa Kunterbunt verbringen wollen.

In Punta Lobos, south of Pichilemu, we enjoy watching the surfers in the early morning while having breakfast and while we are on the beach of La Boca near Navidad, between Constitución and Rocas de Santo Domingo, the earth shakes twice with a strength of 5.9 (earthquake)… Our Chilean neighbour, who actually wanted to fish there, packed his belongings together and drove away. We just spend the afternoon there and drove back to the Rio Rapel, where we camped on the banks of the river Rapel. After another night near Isla Negra, we drive to Valparaiso, where we spend a few days at the Villa Kunterbunt with Enzo and Martina.

 

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