no whales but snakes and lots of rain in Uruguay

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capybara – Wasserschwein in Brasilien

Wir verlassen den Camping in Balneário Hermenegido nach vier Tagen , wo wir am ersten Abend einen tollen Sonnenuntergang sowie eine tolle Zeit mit Sonja und Jürgen (zwei deutschen Reisenden mit einem VW T5 Bus) erleben durften. Da wir noch zuviel Gemüse und Fleisch im Kühlschrank hatten, wollten wir das schlechte Wetter der nächsten drei Tage dort aussitzen, bevor wir uns an die Grenze nach Uruguay begeben. Hierfür hatten wir uns extra den kleinen Grenzübergang an der Küste, Chui (brasilianische Seite) und Chuy (uruguaische Seite) ausgesucht… und die Wahl war goldrichtig.

We leave the camping in Balneário Hermenegido after four days, where we spent the first night chatting with Sonja and Jürgen (a german couple with a VW T5 bus) while watching a great sunset. As we still had a lot of vegetables and meat in the fridge, we wanted to spent the next three days with bad weather at a campground before crossing the border to Uruguay. We actually have chosen the smaller border crossing at the coast in Chui (brasilian side) and Chuy (uruguay side) … and the choice was perfect.

Zum einen hatten wir bisher in ganz Südamerika noch nicht so einen einfachen und entspannten Grenzübergang, sowohl bei der Ausreise aus Brasilien als auch bei der Einreise in Uruguay. In Brasilien liessen wir unseren Pass abstempeln und legten das Ausfuhrdokument der netten Dame am Schalter hin. Diese hat lediglich den Eingangsstempel kontrolliert und da es innerhalb der drei Monats-Einfuhrgenehmigung war, konnten wir sogleich wieder gehen.

Not only had we never had such an easy and relaxed border crossing in whole Southamerica, as well as leaving Brazil and also entering Uruguay. In Brazil we got stamped out at the immigration and gave the temporary import paper that nice lady at the counter. She only checked the entrance stamp and as it was within the three months permission, we could just leave.

Zum anderen hat Chui eine Zona Franca, wo man eingeführte Waren im Duty free kaufen kann. Chui als Grenzstadt wird getrennt mit einer Hauptverkehrsstrasse, die mitten durch die zollfreie Zone der beiden Städte geht. Bevor wir jedoch neue Vorräte einkaufen, fahren wir erst einmal wieder aus der Stadt heraus zum uruguaischen Zoll. Dort erhalten wir einen neuen Stempel im Pass und eine temporäre Einfuhrgenehmigung, wobei uns der nette Beamte fragt, wie lange wir denn das Auto im Land behalten möchten. Möglich ist dies nämlich als einziges südamerikanisches Land für 12 Monate, ohne dass der Eigentümer anwesend sein muss. Deswegen lassen viele Südamerika-Reisende ihre Autos über einen längeren Zeitraum in Uruguay stehen und fliegen nach Hause, um dann ein paar Wochen/Monate später ihre Reise fortzusetzen.

But also, Chui is a zona franca where one can buy goods within a duty free zone. Chui as border town is seperated with a main street which goes directly through the duty free zone of both towns. Before we stock up again, we drive out of town to the Aduana of Uruguay. There we get our entrance stamp in the passports and a temporary import declaration for the Sprinter whereas the nice guy asked us how long we want to have that permission for. In Uruguay it is possible to temporarily import your vehicle for 12 months without the owner necessarily being in the country. Uruguay is the only country in Southamerica which allows such a long period of time. Usually the temporary import is dependant to the visa for the owner. That is why lots of travelers leave their vehicle at a place in Uruguay for a longer period while they fly home and return weeks/months later to continue their travel.

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first night in Uruguay

In Chui füllen wir unsere Vorräte auf und verbringen unsere erste Nacht in Ruhe auf einem freien Wiesenstück in der Nähe des Fort San Miguel. Wir bewegen uns langsam die Küste entlang, immer auf der vergeblichen Suche nach den Walen. Das Wetter ist ziemlich abwechslungsreich, sehr windig und das Meer ist dadurch sehr unruhig… von Walen daher nichts zu sehen. Auch im Nationalpark Santa Teresa sieht man vom Walbeobachtungsaussichtspunkt nur riesengrosse Wellen, aber keine Wale.

In Chui we refill our fridge and spent the first quiet night at a grassy part close to the Fort San Miguel. We slowly drive down the coast, always looking out desperately for whales. The weather is unstable, quite windy and the ocean is really rough… there are no sightings of any whales. Even in the Nationalpark Santa Teresa at the whalewatching-lookouts there are no whales but huge waves.

In Punta del Diablo, einem früheren Hippiedorf, merken wir wieder einmal ganz stark, dass wir ausserhalb der Saison unterwegs sind. Nicht nur ist das Wetter auch hier trübe und ungemütlich aufgrund des starken Windes, sondern die Hostels, Cafes und Artesan-Lädchen sind alle geschlossen. Der kleine Supermarkt, der doch noch geöffnet hat, hat wenig anzubieten, die eingefrorenen Patties sind seit Monaten abgelaufen, die zwei Bananen, die wir fürs Frühstück kaufen, halten aber auch wirklich nur noch bis zum nächsten Morgen… dafür ist der sandige Parkplatz am Ende einer Sackgasse ideal für eine Nacht für uns. Gegen Abend fährt lediglich ein anderes Auto vorbei, um die nächste Ecke und wir denken uns nichts weiter als eine viertel Stunde später ein netter junger Mann an unsere Türe klopft. Ob wir ihm denn nicht helfen könnten? – er habe sich festgefahren…

In Punta del Diablo, a former Hippie village, we notice again that we are traveling really out of season. Not only is the weather misty, wet and uncomfortable due to strong winds, but also all hostels, cafes or small artesian shops are closed. The small supermarket which is actually open, has only small things to offer and even the frozen patties should have been consumed months ago, the two bananas we buy for our breakfast are only eatable till the next morning… but the sandy parking lot at the end of a dead end road is just perfect for one night for us. Around early evening only one car is passing by and turns around the next corner and we don´t figure when that nice young guy is knocking at our door a quarter of an hour later asking if we could help him ? – he got stuck …

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helping out locals

Unser Sprinter hat keinen Allrad und wir sind immer sehr vorsichtig, wenn wir auch nur eine kleine Sandverwehung sehen und überprüfen vorher zu Fuss, wie fest der Sand ist, aber dieser nette junge Uruguayer hat den Sand unterschätzt und hat sich bis zur Achse mit seinen Vorderreifen festgefahren. Nun konnten wir zum ersten Mal unser kurzes Abschleppseil testen, dass wir schon seit Monaten mit uns herumfahren. Normalerweise sind es ja meist die unwissenden Touristen, denen die Einheimischen helfen müssen, wie schön, dass wir die Hilfsbereitschaft nun einmal zurückgeben und den kleinen Wagen in zwei Minuten herausziehen konnten.

Our Sprinter doesn´t have a 4×4 drive and we are always cautious when we see a small sandy patch and walk and check the condition of the sand before we drive, but this nice young Uruguayan had underestimated the sand and got stuck till the axle of the front of his car. Well, we could finally use our towing rope which we are carrying for a couple of months already. Normally the locals have to help the stupid tourists, so it was really nice be of help to this guys and to be able to tow the little car out of the sand within two minutes.

Die Fahrt nach Süden führt uns entlang der Küstenstrasse nach Valizas, das bekannt ist für seine bunten Häuser in den Dünen. Man kann sich nur darüber wundern, dass man sein Haus so in der Natur baut, dass man wohl zu jedem Saisonbeginn erst einmal kiloweise den Sand wegschaufeln muss, der durch diese Wanderdünen immer mehr vor die Haustüre fällt und sich die Natur ihren Platz wiederholt.

Our way south goes along the coastal road to Valizas, which is known for its colourful houses in the dunes. Well, we can only wonder that one builds their house right within nature that each year at the beginning of the season you have to digg out huge masses of sand due to the wandering dunes at one´s front door, nature taking back its right.

Als ich jedoch nichtsahnend in den Dünen meine Notdurft verrichten will, störe ich gerade zwei Schlangen bei der Paarung bzw. sie lassen sich nicht stören, ich jedoch war wohl mehr verstört. Mit Schlangen hätte ich nun so gar nicht in Uruguay gerechnet…während ich immer noch über die Schlangen wundern am Strand spaziere, werde ich von einem Hund angefallen, der will wohl bloss spielen, aber als er an mir hochspringt und sich auf meiner Brust abstützt und nach meiner Hand schnappt, wird es mir schon mulmig zumute. Schnell verstecke ich die soeben aufgehobene Muschel und meine Hände in meinen Hosentaschen und befehle ihm “Sitz”, lässt er auch von mir ab. Ob er wohl deutsch versteht oder doch nur mein Ton ausschlaggebend war? Wer weiss!

When I unknowingly in the meantime wanted to have a pie in the dunes, I disturb two snakes in their mating or better they weren´t disturbed at all, but I was! I really didn´t expect any snakes in Uruguay… while I was still wondering about the snakes and barely recovery from the shock, I get attacked by a dog who probably just wanted to play with me, but when we jumped at my breast side and tries to catch my hand, I don´t take it well. Quickly I put the just picked up shell and my hands into my pockets and order him to sit, he let go off me. Does he understand german or maybe it was just my tone? Who knows!

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snake encounter

Am späten Nachmittag gesellen sich dann Carla und Boris mit ihrem schweizer Landcruiser mit Aufstelldach zu uns und der Abend vergeht bei interessantem Geplaudere. Wir versuchen noch einmal unser Glück mit den Walen in La Paloma, von wo aus man die riesigen Meerestiere zwischen August und Oktober immer sehen sollte, doch auch hier spielt das Wetter nicht so richtig mit und die Sicht aufs Meer ist etwas getrübt. Bei Regen fahren wir weiter zur Paraiso Suizo, wo ein Schweizer Päarchen einen Camping/Abstellplatz und Restaurant betreibt und wo seit vielen Jahren die Reisenden ihre Fahrzeuge unterstellen. Von hier ist es nicht mehr weit nach Montevideo.

Late in the afternoon we get to know Carla and Boris who are just started their trip with their swiss Landcruizer with pop-up roof and the evening goes by quicky with interesting chatting. We try again our luck to watch some whales in La Paloma, where you are supposed to be able to see the whales between August and Octobre, but here too the weather is trist and disturbs the view at the ocean. In rain we drive further to Paraiso Suizo, where a swiss couple is running a camping/ car storage and restaurant and where since a couple of years travelers are storing their cars. From here it is not far to Montevideo.

Wir nutzen zwei Tage Sonnenschein, um endlich wieder einmal Wäsche zu waschen und einige Arbeiten am Sprinter zu erledigen. So bekommen wir eine alte Holzplatte von Boris, die sich ideal für unsere Projekte im Inneren eignet. So werden kurzerhand zwei neue Zwischenböden für die Schränke gesägt, der neu erworbene Heizlüfter eingebaut und eine neue Regalwand für die Gewürze hinter Thomas`Sitz gebaut. Zwischendurch wird immer wieder mal mit den netten Nachbarn, Barbara und Hannes aus Kalchenreuth sowie Carla und Boris geplaudert und so vergehen die Tage. Als das Wetter wieder einmal umschlägt fahren wir weiter in Richtung Colonia del Sacramento, wo wir die Fähre nach Buenos Aires nehmen werden…die Wettervorhersage für Uruguay sagt die nächsten Tage immer mehr Regen und graue Tage voraus und wir wollen uns die Wale in Valdés nicht entgehen lassen, so machen wir uns zügig auf den Weg nach Argentinien.

We take advantage of two days sunshine to finally use a good washing machine and do some work at the Sprinter. We get an old wooden panel from Boris which is ideal for our intereour projects. We quickly sew two new parts for the cupboards, the newly acquired electric heater gets installed and a new wall for our herbs is build in behind Thomas´ seat. In the meantime we chat once in a while with our nice neighbours, Barbara and Hannes from Kalchenreuth (Germany) and Carla and Boris (Swiss) and the time goes on. When the weather turns again bad we are on our way to Colonia del Sacramento where we are going to take the ferry to Buenos Aires… the weather forecast for Uruguay continues to be wet and cold the next days and we really don´t want to miss the whales in Valdés, so that we are rather fast are going to Argentina again.

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3 thoughts on “no whales but snakes and lots of rain in Uruguay

  1. Diane

    Bin gespannt !!

  2. Schöner,informativer Schreibstil! I
    Wir sind sofort wieder im Reisemodus, beim lesen euer Erlebnisse und denken jedesmal,wie wir solch Freiheit umsetzen könnten…. Passt auf euch auf!
    Angela&Tom

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