Bem Vindo ao Brasil

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owl sighting at Laguna Jaguaruna

Wie bitte, was? Leider verstehe ich nur zwei Wörter von dem Redeschwall des netten Brasilianers … bzw. ich erahne mehr, was er mir sagen will! Mit ein paar Wörtern Englisch klappt dann die Verständigung an der Grenze doch noch recht gut und wir kommen kurz vor Sonnenuntergang in Corumba, der Grenzstadt, in Brasilien an. Im Hostal stellen wir unser Auto ab und lernen gleich, dass auch der Brasilianer seine Musik gerne laut und mit sehr viel Bass hört. Nach vier Tagen im gemütlichen Örtchen geht es für uns weiter in Richtung Iguazu Wasserfälle, entlang des südlichen Pantanals, wo wir unter anderem Tukane und Kaimane in freier Natur bewundern können. In Bonito gibt es mehrere Wasserfälle und Flussabzweigungen, wo man mit einer Tour im kristalklaren Wasser schnorcheln gehen kann, doch für uns ist es zu kalt, so dass wir lediglich auf einen ruhigen Abend auf dem Campingplatz am Fluss verbringen.

Excuse me, what? Unfortunately, I don´t understand more than two words from the talking of that friendly brasilian… that means I more try to catch the meaning of what he wants to tell me! With a few english words, in the end we get along quite well at the border and drive to Corumba the border town of Brazil while the sun is setting. At the hostel we park our car and get to know that also the brasilian men like to listen to their music loud and with a lot of vibration/bass. After four days in the quiet and relaxed town we drive further on towards the waterfalls of Iguacu, passing the southern Pantanal where we watch for example Tucans and Caimans in real nature. There are several waterfalls and river turns where one can book a snorkeling tour within the crystal clear water but for us it is definitely too cold so that we just spend a nice evening at the campground near the river.

 

Vorbei an endlos langen Anbauflächen für Mais – unter anderem auch Genmais – geht es für uns entlang der Grenze zu Paraguay nach Süden. Ein Feld reiht sich ans nächste, so dass es fast unmöglich ist, dort ein Plätzchen zum Übernachten in der Natur zu finden. Wir verbringen also unsere erste Nacht an einer brasilianischen Tankstelle. Als wir am nächsten Morgen weiterfahren, fühlen wir uns in das Grenzgebiet zur Schweiz versetzt. Es ist Samstagmorgen und wir fahren vorbei an einer kilometerlange Autoschlange, die sich in Richtung Paraguay zieht. Auch hier herrscht also der Einkaufstourismus zwischen den Ländern, d.h. die Brasilianer fahren zum Shoppen nach Paraguay. Nun erklären sich auch die meterhohen Reklametafeln entlang der Strasse für uns.

Passing long streches of fields of corn – especially also the Gen-Corn – we drive south along the border to Paraguay. One field is next to the other so that is almost impossible to find a place to camp in the nature. We spend our first night at a brasilian gas station. Driving further south the next morning we kind of feel like being back in the border region of Germany and Switzerland. It is Saturday morning and we are passing kilometer long lines of cars waiting to cross the border to Paraguay. Even here there is a shopping tourism between two countries, which means the brasilians are crossing into Paraguay for their shopping. Now we understand the big advertisment signs for China shopping along the streets.

 

Apropo Strasse: normalerweise bevorzugen wir die Fahrt entlang der kleineren Strassen in einem Land, denn dort sieht man das wahre Leben der Einheimischen am ehesten und meist herrscht dort auch weniger LKW-Verkehr, doch in Brasilien sind auch die kleineren Strassen vollgestopft mit Lastwagen und Autos. Klar, die ganzen Waren müssen ja von A nach B transportiert werden, aber leider ist der Strassenbau nicht so ausgeklügelt und gut gebaut, dass der Teer die ganze Last lange standhalten könnte. Die kleineren Strassen sind also dermassen zerlöchert, dass das Autofahren richtig anstrengend wird. Nicht nur muss man sich in Acht nehmen vor den Möchtegern-Schumachern (mit 90km/h fährt man eindeutig zu langsam und muss selbst in Kurven noch überholt werden), sondern auch vor den riesigen Schlaglöchern in den Strassen. So sind wir Abend doch recht schnell einfach nur erledigt und müde.

Talking about streets: normally we prefer to drive the smaller roads in a country as that is where you see the real peoples life of the natives and mostly there is less truck traffic, but in Brazil also the smallest streets are packed with trucks, lorries and cars. Obviously, all the goods have to be transported from A to B, but unfortunately, the streets structure is not build to last that wheight. The smaller roads are therefore really bumpy and covered in potholes which makes driving a car quite exhausting. Not only do we have to drive carefully because of the like-to-be-Schumacher (even driving 90km/h is not fast enough and one is being overtaken even in curves), but those potholes are really dangerous. Therefore, in the evenings we are soon exhausted and tired.

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Nach einer ruhigen Nacht am Rio Parana in Santa Helena ist es nur noch eine kurze Fahrt nach Foz do Iguacu. Die berühmten Wasserfälle von Iguazu, die wir auf unserer ersten Südamerikareise nicht gesehen haben, steht nun auf dem Programm. Wir entscheiden uns entgegen allen Empfehlungen für den brasilianischen Teil der Wasserfälle und fahren am Morgen mit dem kostenlosen Bus vom Campingplatz zur Hauptstrasse, wo wir uns mit zig anderen Menschen in den öffentlichen Bus zu den Wasserfällen quetschen. Es ist kurz vor zehn Uhr morgens und gelinde gesagt, bereits die Hölle los. Also schnell am Automaten zwei Tickets für den Eintritt und den Shuttlebus organisiert und auf ins Getümmel. Mit dem Shuttlebus fahren wir bis zum Wanderweg, von wo man den besten Ausblick auf die Wasserfälle haben soll. Der Blick ist toll, auch wenn sich mit uns 100 andere Touristen auf der Plattform drängeln, um die bekannten Selfies zu machen.

After a quiet night at the Rio Parana in Santa Helena it is only a short drive to Foz do Iguacu. The famous waterfalls is our goal now, which we have missed to see at our first trip in Southamerica. We decide against all recommendations to just visit the waterfalls from the brazilian side and the next morning we take the free shuttle bus from the campground to the main street where we catch the public bus to the waterfalls. It is close to 10 a.m. and – frankly spoken – there are hundreds of people. We quickly buy our entry and shuttle bus ticket at the vending machine and get right into the attraction. We drive with the shuttle bus to the hiking trail where you have a great view at the waterfalls. The view is really nice even so we are squeezed in with around a hundred of other tourists making the same famous selfies.

 

Wir haben leider nicht bedacht, dass es sowohl in Argentinien als auch in Brasilien noch Schulferien sind, so dass der Park überfüllt ist. Lediglich ein paar Mal können wir auf dem Pfad entlang der Wasserfälle aufatmen und für 3 Minuten sind wir tatsächlich mal nicht umgeben von Menschen. Da wunder ich mich schon, wie sich die Nasenbäre, die sich ebenfalls durch die Menge schlängelt, nicht erdrückt fühlen. Mir ist das Gewusel bereits zuviel… Die Regenbogen an den einzelnen Wasserfällen sind dennoch sehr beeindruckend… und wenn ich auf die gegenüberliegende Seite/ die argentinische Seite der Wasserfälle schaue und sich dort genausoviele Touristen auf den Holzstegen tummeln, bin ich doch froh, dass wir nicht die € 100 für den Ausflug auf die argentinische Seite gewählt haben. Nach 3h sind wir wieder im Bus zurück zum Camp und entspannen den Rest des Tages erst einmal in der Hängematte mit einem Caipirinha.

Unfortunately, we haven´t considered the fact that it is still holiday time in Argentina and Brazil and the park is really crowded. Only a few times along the trail we can breath through and for almost 3 minutes we are actually not surrounded by people. I really do wonder how the little coaties which are trying to get through the crowd do not feel too anxious. For me it is already too much… The rainbows over several of those waterfalls are really amazing and when I look across towards the argentinian side of the waterfalls and see how many tourist are walking along the wooden trails there, I am happy we didn´t pay € 100 for the tour to the argentinian side. After 3 hours we are back at the bus towards the campground and the rest of the day we relax in the hammock and with a Caipirinha.

Die nächsten Tage fahren wir mitten durch´s Anbaugebiet für Mais, Tabak und Zuckerrohr in Richtung Atlantik, wo wir in Balneário Camboriú einen tollen Platz mit sauberen und vor allem heissen Duschen sowie neuer Campingküche finden. In Brasilien gibt es wie in Bolivien die elektrischen Duschen, d.h. über einen elektrischen Durchlauferhitzer sollte man eigentlich eine warme Dusche haben. Meist sind diese jedoch nicht heiss, sondern wenn man Glück hat, lauwarm und da wir momentan im Winter (nur 15 Grad, anstatt 35 Grad wie im Sommer) hier sind, muss ich mich manchmal schon überwinden. Immer nach dem Motto: was einen nicht umhaut, macht einen stärker…haha! Solche Begebenheiten machen einem erst wieder deutlich, in welchem Luxus man zuhause in Europa doch gewohnt hat. Wasserhahn auf und heisses Wasser kommt heraus, und jetzt freuen wir uns jedes Mal riesig über eine wirklich heisse Dusche.

The next days we are driving past fields of corn, tabacco and sugarcane towards the atlantic ocean where we find a great campground with clean and more important really hot showers and new campkitchen in Balneário Camboriú. In Brazil as well as in Bolivia they have electric showers which means they have an electric flow water heater for a hot shower. Most of the times those showers don´t work properly and you´ll have a luke warm shower if you´re lucky. Traveling here in winter (only 15 degrees instead of 35 degrees like in summertime) I have to be brave sometimes to have a shower. Always according to the motto: what doesn´t kill you, makes you stronger…haha! Such surroundings make you aware of the luxury we are used to having lived in Europe. Opening the waterhose and hot water comes out, and now we are really happy about a nice hot shower.

Wir geniessen die Zeit am Meer, machen gemütliche Strandspaziergänge (zum Schwimmen lädt das kalte und wellenreiche Wasser derzeit nicht ein), kaufen leckeren frischen Fisch direkt vom lokalen Fischer und grillen diese am Lagefeuer, während wir tolle Sonnenuntergänge geniessen. So lässt es sich leben und wenn man dann noch einen sicheren freien Platz zum Übernachten gefunden hat, vergeht die Zeit nur so im Flug!

We enjoy the time at the ocean, we walk along the beach (to swim in the ocean the water is too cold for us and the surf is quite strong at the moment), we buy fresh fish directly from the local fisherman and make them over a nice campfire while we are watching great sunsets. That´s life and when you found a quiet and free safe place to camp for the night, the time goes by really fast.

 

So langsam fahren wir südlich in Richtung Uruguay, wo wir hoffen, bereits dort die ersten Wale erblicken zu können, denn die grossen Meerestiere sollen bereits an der Küste Uruguays zu sehen sein.

Slowly we are driving down the coast towards Uruguay where we hope to be lucky to already spot some whales there because the big mamals are supposed to be seen already along the coast of Uruguay.

 

 

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