Peru: Arequipa/ Lake Titicaca and entering Bolivia

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public transport in Peru

Der Grenzübergang nach Peru verlief recht zügig und unkompliziert. Nachdem wir uns ein 4seitiges Dokument für die Ausreise von Chile nach Peru in der Cafeteria des Grenzpostens geholt haben, waren wir in knapp einer Stunde mit dem Fahrzeug in Peru eingereist. Bei der kurzen Lebensmittelkontrolle haben wir unsere angefangene Zwiebel und Ingwer abgegeben und schon waren wir in Peru. Da es an der Grenze keinen Geldautomaten gibt, konnten wir die Versicherung für Peru jedoch erst in Tacna abschliessen, nachdem wir uns einmal quer durch zur Bank und dann zum nächsten Soat-Büro (Versicherungsbüro) gekämpft hatten. Auch in Tacna konnten wir die Versicherung nur Bar bezahlen, also gilt hier noch: “nur Bares ist Wahres!”

The border crossing to Peru was done quickly and quite uncomplicated. After buying a 4-page document for the departure from Chile to Peru in the cafeteria of the border post, we were entering Peru in less than an hour. In the quick food control we gave away our onion and ginger and we were already in Peru. Since there is no ATM at the border, we could only buy the insurance for Peru in Tacna, after we had found the bank and went back to the next Soat office (insurance office). In Tacna we could only pay the insurance in cash, so here the saying is right: “only cash is valued!”

In der Plaza Vea, dem hiesigen Supermarkt füllen wir unsere Vorräte wieder auf, bevor wir uns für die Nacht zur Therma Calientes in Pacchia begeben. Nach einer ruhigen Nacht gönnen wir uns am nächsten Morgen ein Bad im 40Grad warmen Becken und fahren weiter gen Norden durch die Wüste de La Clemesi nach Arequipa. Die Stadt ist das reinste Verkehrschaos, wir fahren von einem Stau in den nächsten, bevor wir uns für zwei Tage in ein günstiges Hostel mit Parkplatz direkt vor dem Zimmer einmieten.

In Plaza Vea, the local supermarket, we refill our supplies before we drive to the Thermalbath of Calientes in Pacchia for the night. After a quiet night we treat ourselves to a bath in the 40-degree-warm pool and drive further north through the desert of La Clemesi to Arequipa. The city is full of chaotic traffic, we drive from one traffic jam into the next, before we rent a cheap room in a hostel while parking the Sprinter directly in front of the room.

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campspot near the thermas

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on our route to Arequipa

Nachdem Martin nun auch in Arequipa eingetroffen ist, verabreden wir uns auf dem Camping des Hotel La Mercedes, ein direkt an der Hauptstrasse gelegenes Hotel, dass für Overlander (Individualreisende mit Motorrad oder Auto) eine Campmöglichkeit anbietet. Es ist zwar laut und durch die Abgase der angrenzenden Strasse nicht gerade idyllisch gelegen, aber hier treffen wir auf Nynke und Nils (zwei Holländer, die mit ihrem Fahrzeug von Florida nach Südamerika gereist sind), Douglas und Lu (zwei Brasilianer, die auf dem Weg nach Alaska sind) sowie Aideen (Irländerin) und Peter (Deutscher), die mit einer Segelyacht um die Welt reisen und sich in Chile ein Fahrzeug für die Reise durch Peru und Chile gekauft haben. Die Tage vergehen wie im Flug bei dieser netten Gesellschaft.

After Martin has arrived in Arequipa too, we meet at the Hotel La Mercedes, a hotel located directly on the main road that offers a campground for overlanders (individual travelers with motorbikes or cars). Although it is loud and not very idyllic due to the exhaust gases of the adjacent road, we meet nice people like Nynke and Nils (two Dutch travelers who have traveled from Florida to South America with their vehicle), Douglas and Lu (two Brazilians, on their way to Alaska) as well as Aideen (from Ireland) and Peter (German), who travel around the world with a sailing yacht and bought their vehicle in Chile for a journey through Peru and Chile. Days are passing by quickly with this nice company.

Nach 5 Tagen fahren wir weiter in Richtung Puno, jedoch ist die Ruta 116, die wir nehmen, nach der Hälfte der Strecke unfahrbar, so dass wir umkehren müssen und uns in Richtung Yura in den Verkehrsstau begeben… so dauert es mehr als eine Stunde, ehe wir endlich auf der Strasse in Richtung Puno sind. Natürlich werden wir hier auch zweimal von Polizisten angehalten, die unsere Papiere kontrollieren.

After 5 days, we continue our way to Puno, but the Ruta 116 we take to the main road towards Puno is not drivable anymore after half the way, so we have to turn back and head towards Yura in another traffic jam … it takes more than one hour before we are finally on our way towards Puno. Of course, we are also stopped twice by policemen who control our papers.

Puno breitet sich am Ufer des Titicacasees am Hang aus, und wir sind froh, können wir die “Umgehungsstrasse” nehmen und müssen nicht mitten durch die steilen engen Gassen fahren. Auf über 3800m kommt der Sprinter schon ein bischen an seine Grenzen und hat kaum noch Kraft. Wir treffen Martin auf dem Camping des Hostal Casa Blanca, ca. 7km ausserhalb von Puno wieder. Es ist so kalt in der Nacht, dass unser Sprinter am nächsten Morgen einige Anläufe braucht, bevor er anspringt und dann so eine richtig schöne schwarze Rauchwolke rauslässt.

Puno spreads along the banks of Lake Titicaca and is mostly on a hill, and we are glad we can take a “bypass” and do not have to drive through the steep narrow streets. At over 3800m, the sprinter drives a little at its limits and has hardly any power. We meet again Martin at the campsite of Hostal Casa Blanca, about 7km outside of Puno. It is so cold at night that our sprinter needs some good will to start the next morning and fumes quite a lot of black smoke.

Die nächsten 100km bis zur Grenze geht es vorbei am Lake Titicaca, kleinen Dörfchen oder nur vereinzelten Wohnhäusern. Der Blick auf den See ist wunderschön, leider stört meist der herumliegende Müll. Hier scheint es überhaupt keine Müllentsorgung zu geben, denn kaum ein Strassenrand ist frei von Müll, überall liegen Plastikflaschen und sonstiger Müll herum… es ist echt schade, so eine schöne Landschaft und dann überall der Plastikmüll.

The next 100km to the border, we drive past Lake Titicaca, small villages or only some isolated houses. The view of the lake is beautiful, although there is unfortunately a lot of garbage at the side of the road. There seems to be no garbage disposal in Peru at all, because hardly a street is free from garbage, everywhere are plastic bottles and other garbage around … It is really a pity, such a beautiful landscape and then everywhere you see the plastic waste.

An der Grenze zu Bolivien wechseln wir unser restliches peruanisches Geld, während wir auf den Beamten warten, der unser temporäres Importdokument abstempelt. Nicht nur waren ca. 10 Mietmotorräder vor uns, sondern man musste auch erstmal den Flachbildfernseher in den richtigen Raum schaffen, um das Fussballspiel zwischen Deutschland und Mexico anzuschauen…

At the border with Bolivia, we are changing our remaining Peruvian money, while we wait for the officer to stamp out our temporary import document. Not only were about 10 rental motorcycles in front of us, but he had to put the flat screen TV into the right place to watch the football match between Germany and Mexico …

Nach gut 50 Minuten ging es weiter nach Bolivien, wo uns der unfreundliche Beamte bei der Immigration das auszufüllende Formular gab, um sich dann wieder seinem Smartphone zu widmen. Für die temporäre Einfuhr des Fahrzeuges braucht es ein ausgefülltes Formular, was man bei der Lady im Minimarkt nebendran am Computer ausfüllen muss, ihr dafür 10 Bolivianos (ca. 1,30 €) gibt, damit dann zur Aduana geht. Dort gibt dann der etwas nettere Beamte die Daten erneut in ein Computersystem ein, dasselbe Formular wird noch zweimal ausdruckt und unterschrieben, wovon er eins behält. Mit dem anderen Formular geht man dann zur Polizeistelle, zwei Häuser weiter, nicht bevor man vorher noch eine Kopie davon bei der netten Lady im Minimarkt hat machen lassen, um danach einen Stempel auf das eine Original von dem Polizisten zu erhalten, der sich aber nicht weiter bei seinem Telefongespräch mit seinem Handy stören lässt. Die geschlossene Schranke muss man dann aber schon selbst aufschieben, um dann endlich mit dem Fahrzeug bolivianischen Boden zu befahren.

After about 50 minutes we went through to Bolivia, where an unfriendly officer gave us the form to complete the immigration and then devoted himself to his smartphone again. For the temporary import of the vehicle it is necessary to fill out a completed form, which one has to fill in at the Minimarkt next door and give that nice lady 10 Bolivianos (about 1.30 €) for it, then you can go with that form to the Aduana. There, a somehow nicer officer types your data into a computer system and another form (quite the same you had already printed) is printed and signed twice, while he retains one you have to take the other one and get a stamp from the police officer, but not before you have to make a copy with the lady in the Minimarkt. Then finally you get a stamp on the original from the policeman, while he does not even bother to interrupt his phone conversation. The closed barrier, however, you have to push away yourself, then finally you can drive onto Bolivian ground.

Nach den ersten grossen Geschwindigkeitsbeschränker (Topez, Rompes oder auch Speedpumper genannt) geht es auf zur nächsten Stadt Copacabana. Das Eco-Camping, d.h. ein Stellplatz an der Einfahrt zum Resort ohne Strom und Internet kostet gleich 40 Bolivianos anstatt 30 wie vor einer Woche, so dass wir uns kurzerhand entscheiden, unsere erste Nacht in Bolivian wild kaum 100m weiter direkt am Titicacasee zu verbringen. Leider ist auch hier der erste Eindruck von Bolivien, Müll überall… der riesige Müllhaufen direkt neben unserem Camp stört uns jedoch nur wenig, wenn man bedenkt, dass es umsonst ist… nach einer ruhigen Nacht wollen wir weiter in Richtung La Paz, brauchen jedoch eine dreiviertel Stunde, um durch das kleine Städtchen Copacabana zu kommen, denn wir haben eine Abzweigung auf die Hauptstrasse verpasst und müssen uns durch die engsten, unbefestigten Gassen mit Schlaglöchern so gross wie unsere Reifen quälen. Vor jeden neuen Kreuzung tuen sich Gräben, die wohl als Abwassergräben geeignet sind, auf, so dass wir ganz schön durchgerüttelt werden. Einmal mehr sind wir froh, dass wir neue Stossdämpfer in Chile eingebaut haben.

After the first big speedbumpers (Topez, Rompes or Speedbumper called) we drive to the next little town of Copacabana. The eco-camping, that is a parking space at the entrance to the resort without electricity and internet will charge us 40 Bolivianos each instead of 30 like a week ago, so we decide to spend our first night in Bolivia barely 100m away from it for free, directly at the Lake Titicaca. Unfortunately, also here our first impression of Bolivia is that there is garbage everywhere … the huge rubbish heap right next to our camp does not bother us very much, considering that it is for free… after a quiet night we want to drive towards La Paz. But we actually need almost three-quarter of an hour to get through the small town of Copacabana, because when we missed the turnoff to the main road and we had to drive through the smallest unpaved roads, a torment to us as much as to our tires. Before each new crossing, trenches, which are probably suitable as sewage ditches, appeared so that we were thoroughly shaken through. Once again, we are glad that we have installed new shock absorbers in Chile.

 

 

Auf einer wunderschönen Kurvenstrasse entlang des Titicacasees geht es auf über 4000m bis zur nächsten Fähre. Kurz vor der Fähre werden wir natürlich noch von einem grimmigen Polizisten angehalten, der unsere Einfuhrdokumente sehen will. Mann in Uniform, sag ich da nur… Am Hafen dauert es erst einmal eine viertel Stunde, bis wir auf das Holzboot können, vor uns ein Bus und neben uns wird auch noch Martin mit seiner BMW draufgequetscht und so hoffen wir nur, dass der Motor und das Boot die gut 15 minütige Überfahrt übersteht.

On a beautiful curvy road along the lake of Titicaca we drive up to about 4000m until we catch the next ferry across. Shortly before we come to the ferry, of course, we are again stopped by a grim policeman who wants to see our import documents. Man in uniform, I can only say … At the port, it takes only a quarter of an hour until we can get onto the wooden boat, in front of us is a bus and next to us Martin is squeezed in with his BMW and we just hope for the next 15 minutes crossing that neither the engine will stop nor the boat sink under that weight.

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ferry crossing Lake Titicaca

Rückwärts gehts wieder runter vom Boot und auf der Hauptstrasse, die mehr eine Baustelle ist, direkt nach El Alto, dem “Vorort” von La Paz, der selbst bereits 1,3 Millionen Menschen Heimat ist. Wo El Alto aufhört und La Paz anfängt, wird uns jedoch nicht richtig verständlich, denn bereits anfangs El Alto stehen wir im Stop and Go-Stau und kämpfen uns die nächsten knapp 30km durch diese Gebiete zum Colibri Camping. Es ist das reinste Verkehrschaos, überall wird gefahren, von allen Seiten wird auf die Hauptstrasse reingedrängelt, die Minibusse halten mitten auf der Strasse, um Fahrgäste ein- oder aussteigen zu lassen, es ist dreckig und verrust, denn von Kat und umweltbewussten Fahrzeugen ist man hier weit entfernt. Die Autopiste um La Paz mündet in die Ruta 3, welche sich wiederum genau durch einen Teil der Altstadt schlängelt. Für die 30km brauchen wir knapp 2 Stunden und sind fix und fertig, als wir beim Camping ankommen. Wie herrlich ist da die richtig heisse Dusche!!!

Backwards driving down from the boat and back on the main road, which is more a construction site, we drive directly to El Alto, the “suburb” of La Paz which is home to almost 1,3 million people. Where El Alto stops and the town of La Paz begins, however, is not quite clear, because already entering El Alto we get stuck in a stop and go jam and fight our way through the next 30km to the Colibri Camping near the valle de la luna. It is a traffic chaos all over, cars and busses are driving everywhere, they are coming from all sides onto the main road, the minibuses stop in the middle of the road to let passengers get on or off, it is dirty and lots of smoke from exhausted, there is no environmental consciousness nor any catalyt converted vehicles. The autopiste around La Paz ends into the Ruta 3, which again winds its way through a part of the old town, right through the middle. For the following 30 km we “only” need 2 hours and are exhausted when we arrive at the campsite. How wonderful is the hot shower!

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traffic jam in El Alto

Hier bleiben wir ein paar Tage, bevor wir uns weiter gen Osten in Richtung Cochabamba begeben.

Here we spent a few days before heading eastwards to Cochabamba.

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One thought on “Peru: Arequipa/ Lake Titicaca and entering Bolivia

  1. Diane

    Wir her kennen das alles. War schön es wieder zu lesen!! Bleib gesund ihr lieben💋

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